Kunstprojekt der Marienschule zum Thema „Irrtum“ in der Handwerkskammer
Gegensätze und Horror-Geräusche

Münster -

„Jeder hat ein Recht auf Irrtum“ habe über der Klasse von Paul Isenrath gehangen, erzählt Thomas Gerhards. Der münsterische Künstler hat zusammen mit Kollegin Anne Kückelhaus ein Kunstprojekt an der Marienschule (plus Paulinum-Schüler) durchgeführt, dessen erstaunliche Ergebnisse an diesem Wochenende im Schauraum der Handwerkskammer an der Weseler Straße zu sehen sind.

Donnerstag, 13.06.2019, 20:01 Uhr aktualisiert: 13.06.2019, 20:10 Uhr
Vorne „nein“, hinten „ja“: Steine aus Gegensätzen hat Mara Peterknecht geschaffen, mit der sich die Mauer einer Persönlichkeit bauen und verändern lässt: Was zeige ich nach außen, was bin ich innen; wo herrscht Abgrenzung, wo Öffnung?   Vorne „nein“, hinten „ja“: Steine aus Gegensätzen hat Mara Peterknecht geschaffen, mit der sich die Mauer einer Persönlichkeit bauen und verändern lässt: Was zeige ich nach außen, was bin ich innen; wo herrscht Abgrenzung, wo Öffnung?
Vorne „nein“, hinten „ja“: Steine aus Gegensätzen hat Mara Peterknecht geschaffen, mit der sich die Mauer einer Persönlichkeit bauen und verändern lässt: Was zeige ich nach außen, was bin ich innen; wo herrscht Abgrenzung, wo Öffnung?   Vorne „nein“, hinten „ja“: Steine aus Gegensätzen hat Mara Peterknecht geschaffen, mit der sich die Mauer einer Persönlichkeit bauen und verändern lässt: Was zeige ich nach außen, was bin ich innen; wo herrscht Abgrenzung, wo Öffnung? Foto: Gerhard H. Kock

Der Irrtum ist dabei schön weit gefasst: Besonders sinnfällig ist dies bei Clara Marie Große Wahlert. Sie zeigt in einem Video, wie einfach und perfekt ein Kartenhaus gestapelt werden kann. Bei den vorm Rechner liegenden Karten will das nicht gelingen – wie im wirklichen Leben liegt die Tücke im Detail, die Vorstellung virtuell oder zerebral scheitert stets am Machen, am Tun, am Körperlichen.

„Irrtum“: Marienschule stellt in der Handwerkskammer aus

1/34
  • Henrike Bettendorf hat einen Schirm aus Plastikflaschen geschaffen, David Grziwa stellt korrespondierende Röhren aus und Marit Füllgraf eine Schatten werfende Streichholz-Flamme (hinten).

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Henrike Bettendorf hat einen Schirm aus Plastikflaschen geschaffen, David Grziwa stellt korrespondierende Röhren aus und Marit Füllgraf eine Schatten werfende Streichholz-Flamme (hinten).

     

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Henrike Bettendorf hat einen Schirm aus Plastikflaschen geschaffen, in den es reinregnen kann.

     

  • Henrike Bettendorf hat einen Schirm aus Plastikflaschen geschaffen, in den es reinregnen kann.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mara Peterknecht zeigt antagonistische Steine als Mauer aus Widersprüchen. Auf Vorder- und Rückseite stehen die jeweiligen Gegenbegriffe.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mara Peterknecht zeigt antagonistische Steine als Mauer aus Widersprüchen. Auf Vorder- und Rückseite stehen die jeweiligen Gegenbegriffe.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mara Peterknecht zeigt antagonistische Steine als Mauer aus Widersprüchen. Auf Vorder- und Rückseite stehen die jeweiligen Gegenbegriffe.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mara Peterknecht zeigt antagonistische Steine als Mauer aus Widersprüchen. Auf Vorder- und Rückseite stehen die jeweiligen Gegenbegriffe.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mara Peterknecht zeigt antagonistische Steine als Mauer aus Widersprüchen. Auf Vorder- und Rückseite stehen die jeweiligen Gegenbegriffe.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mara Peterknecht zeigt antagonistische Steine als Mauer aus Widersprüchen. Auf Vorder- und Rückseite stehen die jeweiligen Gegenbegriffe.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mara Peterknecht zeigt antagonistische Steine als Mauer aus Widersprüchen. Auf Vorder- und Rückseite stehen die jeweiligen Gegenbegriffe.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mara Peterknecht zeigt antagonistische Steine als Mauer aus Widersprüchen. Auf Vorder- und Rückseite stehen die jeweiligen Gegenbegriffe.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mara Peterknecht zeigt antagonistische Steine als Mauer aus Widersprüchen. Auf Vorder- und Rückseite stehen die jeweiligen Gegenbegriffe.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Abbild und Wirklichkeit: Clara Marie Große Wahlert zeigt in einem Video, wie einfach und perfekt ein Kartenhaus gestapelt werden kann. Bei den davorliegenden, präparierten Karten liegt die Tücke im Detail – wie im wirklichen Leben.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Abbild und Wirklichkeit: Clara Marie Große Wahlert zeigt in einem Video, wie einfach und perfekt ein Kartenhaus gestapelt werden kann. Bei den davorliegenden, präparierten Karten liegt die Tücke im Detail – wie im wirklichen Leben.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Maren Mühlbauer zeigt in ihrer Müll-Performance, wie aus dem ersten Papierchen ein Berg wird.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Maren Mühlbauer zeigt in ihrer Müll-Performance, wie aus dem ersten Papierchen ein Berg wird.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • David Grziwa stellt korrespondierende Röhren aus und Marit Füllgraf eine Schatten werfende Streichholz-Flamme (hinten).

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Bei Lisa Witt verliert ein Wasserballon verliert seine Fassung.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Alina Nordhoff hat ein Porträt mit Kraken-Kragen gemalt, das einen immer anschaut.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Alina Nordhoff hat ein Porträt mit Kraken-Kragen gemalt, das einen immer anschaut.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Alina Nordhoff hat ein Porträt mit Kraken-Kragen gemalt, das einen immer anschaut.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Alina Nordhoff hat ein Porträt mit Kraken-Kragen gemalt, das einen immer anschaut.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Charlotte Langer zeigt die Zerrissenheit des Menschen.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Charlotte Langer zeigt die Zerrissenheit des Menschen.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Charlotte Langer zeigt die Zerrissenheit des Menschen.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Marit Füllgraf malte eine Streichholz-Flamme, die einen eigenen Schatten wirft.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Marit Füllgraf malte eine Streichholz-Flamme, die einen eigenen Schatten wirft.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • David Grziwa fasziniert mit korrespondierenden Röhren.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • David Grziwa fasziniert mit korrespondierenden Röhren, die Glänzendes freilegen.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • David Grziwa fasziniert mit korrespondierenden Röhren, die Glänzendes freilegen.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • David Grziwa fasziniert mit korrespondierenden Röhren, die Glänzendes freilegen.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • David Grziwa fasziniert mit korrespondierenden Röhren, die Glänzendes freilegen.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • David Grziwa fasziniert mit korrespondierenden Röhren, die Glänzendes freilegen.

    Foto: Gerhard H. Kock

David Grziwa hat zwei Blecheimer auf Podeste gestellt, einen mit Griff; das lädt ein, ihn eine Etage tiefer zu stellen, und flugs verschieben sich in den Behältern die Ebenen. In dem einen schwarzen Wasser sprudelt es, im anderen wird eine schwarze Kugel sichtbar. Es sind korrespondierende Röhren und die Wasserflächen Leinwände, auf denen sich spiegelnder „Glanz“ öffnet, schließt, bildet und zerstört.

Marit Füllgraf hat ein brennendes Streichholz gemalt und seinen Schatten – eine Unmöglichkeit, denn Licht macht Schatten, hat aber selbst keinen. Malin Treckmann ist in ihrem Video als Licht-, gleichsam als Geistwesen zu sehen. Im Schwarzlicht legt sie, um mehr und mehr zu leuchten, Hinderliches wie Probleme ab. Am Ende bleibt ein dunkler Fleck über ihrem Herzen. Sehr berührend. Der „Irrtum“ kann auch eine trotzige Frage, ein Vorwurf an das Leben sein.

Irrtum kann vorwitzig sein: Hannah Köchling setzt dafür die Physik des Quietschens ein. Eine Hand setzt an, mit Kreide auf einer Tafel zu schreiben. Das Auge wartet, doch das Ohr wird bedient: mit dem Horrorton aus der Hölle der Geräusche.

Vorne „Angst“, hinten „Glück“: Steine aus Gegensätzen hat Mara Peterknecht geschaffen, mit der sich die Mauer einer Persönlichkeit bauen lässt: Was zeige ich, was bin ich; wo herrscht Abgrenzung, wo Öffnung? Weitere Projektteilnehmer waren Linda Babel, Henrike Bettendorf, Aida Cecunjanin, Hannah Köchling, Charlotte Langer, Maren Mühlbauer, Jonas Nestler, Alina Nordhoff, Mara Peterknecht, und Lisa Witt.

Zum Thema

Die Eröffnung ist am Freitag (14. Juni) um 14 Uhr im Schauraum der Handwerkskammer, Bismarckallee 1 (Eingang Weseler Straße). Geöffnet am Samstag (15. Juni) von 12 bis 15 Uhr und Sonntag (16. Juni) von 14 bis 17 Uhr. Eintritt frei.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6688302?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F646285%2F
Roller-Flotte wächst: 150 neue E-Scooter für Münster
E-Scooter gehören in Münster seit einem Monat zum Stadtbild. Es wird erwartet, dass ihre Zahl noch deutlich steigt.
Nachrichten-Ticker