Kommentar zum Musik-Campus für Münster
Hand und Fuß

Münster, seine Verwaltung, aber auch seine Bürger machen sich bei Großprojekten das Leben gerne selbst schwer. Musikhalle? Vor weit über zehn Jahren wenig überzeugend eingestielt und dann im Bürgerentscheid abgeschmettert. Schlossplatzplanung? Träume. Hörster Platz? Weiter ein öder Parkraum in bester Lage. Preußenstadion? Endlich ein Silberstreif! Nach jahrzehntelanger Vertröstung.

Freitag, 14.06.2019, 14:55 Uhr

Die Musikinstitutionen Münsters, die sich in ihrem Jubiläumsjahr vorbildlich und überzeugend als kulturelle Mitte der Stadt präsentieren, sind sich einig, im Verein mit dem Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt und der Universität einen Musik-Campus zu verwirklichen, der kulturelle Breitenwirkung ebenso wie internationale Exzellenz unter einem Dach verknüpfen kann.

Während sich also jene, die in der Musik in Münster die erste Geige spielen, längst darüber klar sind, dass ein Kooperationsprojekt Musikcampus beste Trümpfe aufzuweisen hat, wirken andere Initiativen eher wie Lobbyismus und Sologänge. Geht es nun um die Musik oder eher um architektonisch-städtebauliches Renommee? Darüber muss sich insbesondere der Vorstand des Freundeskreises des Sinfonieorchesters klar werden, der in der Campus-Frage die Linie des Sinfonieorchesters und seines GMD konterkariert.

Im Herbst muss Münsters Rat nun Rat schaffen und den Knoten durchschlagen. Ein Campus hat Hand und Fuß. Aber ist er auch bezahlbar?

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