„Atelier+“ mit „schau!“ im Landeshaus
Beeindruckende Entwicklungen

Münster -

Das „Atelier +“ ist immer eine „Colorado“-Mischung – bunt und überraschend. Über 40 Künstlerinnen und Künstler nutzen regelmäßig das offene Mal- und Zeichenatelier des Vereins „Soziale Teilhabe und Psychische Gesundheit“. 22 zeigen ihre neusten Arbeiten in der Ausstellung „schau!“ im Landeshaus. Und die sind bunt und überraschend.

Dienstag, 25.06.2019, 19:04 Uhr
Takhmina malt ursprünglich Gegenständliches wie die „Blaue Vase“, hat aber mit mutigen malerischen Erkundungen begonnen;   Takhmina (o.) malt ursprünglich Gegenständliches wie die „Blaue Vase“, hat aber mit mutigen malerischen Erkundungen begonnen; Lothar Hähnelt (r.) lässt seinen „Traum“ einen grünen Schatten werfen, und Laetitia Buse malt auf und mit Alufolie.
Takhmina malt ursprünglich Gegenständliches wie die „Blaue Vase“, hat aber mit mutigen malerischen Erkundungen begonnen;   Takhmina (o.) malt ursprünglich Gegenständliches wie die „Blaue Vase“, hat aber mit mutigen malerischen Erkundungen begonnen; Lothar Hähnelt (r.) lässt seinen „Traum“ einen grünen Schatten werfen, und Laetitia Buse malt auf und mit Alufolie. Foto: Gerhard H. Kock

Ausstellung vom „Atelier+“ im Landeshaus

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  • Laetitia Buse "Jährling" und "Buddhakopf“

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Laetitia Buse "Jährling"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Laetitia Buse "Buddhakopf“ (Detail )

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Heidrun Schneider "Amerikanischer Freund"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Julia Löwenberg "Fledermaus"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Tim Basten Kopf von Links

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Tim Basten " Kopf von der Seite "

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Sylva Klein "Inka und Gismo"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Sylva Klein "Der kleine Hund und das Meer"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Anna A. "Sonnenaufgang am Meer"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Anna A. "Kerze am Strand"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Claudia Gordon

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Claudia Gordon

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Takhmina "Lavender"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Takhmina "Farbige Komposition" und „Blaue Vase“

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Takhmina "Farbige Komposition"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Takhmina "Blaues Eigelege"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Takhmina "Lavendelfeld" und "Lavender"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Brigitte Nussbaum "Hommage an Joseph Beuys"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Brigitte Nussbaum "Hommage an Joseph Beuys"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Brigitte Nussbaum "Hommage an Joseph Beuys"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Tim Basten "Bündel" und "Blaue Haare"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Martin Vennewald "Felder“ und "Schwarze Amöbe“

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Martin Vennewald „Blaue Ecken“ und „Amöbe mit Kreisen“

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Brigitte Nussbaum „grün, gelb, violett“

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Brigitte Nussbaum „grau, gelb“

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Jens Dombrowski "Blumen und Wiesen", „Triptychon“ und „Blumenbild“

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Alina Rusche "Kreuz und Baum" sowie "Monstranz“

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Heike Hauser „Dampflokomotive“

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Andrea Hase "Papageien"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • L.B. "Träumende "

    Foto: Gerhard H. Kock
  • L.B. "Träumende"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Eva-Maria Bexten Portrait " 19.2.2018 " und Portrait " 19. 11. 2018 "

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Marianne Tümler "Schüttung und Zeichnung I"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lothar Hähnelt "Traum" mit grünem Schatten

    Foto: Gerhard H. Kock

Vor allem eine Malerin fällt auf: Takhmina. Sie zeigt gepflegte, gegenständliche Malerei wie die „Blaue Vase“ oder Lavendel in unterschiedlichen Motiven. Doch in direkter Nachbarschaft hängen „Farbigne Kompositionen“ – eher eine Explosion an Kreativität, an Spieltrieb, an Suche. Im Vergleich der Werke ist hier die Freiheit zu greifen.

Die lebt Laetitia Buse mit ihren Materialien aus. Sie spielt mit Alufolie als Malgrund und Bildfläche. Dadurch erhalten ihrer Bilder eine zusätzliche inhaltliche Dimension. Ihr „Jährling“ ist ein Rehbock aus Alufolie, mit der man früher während der Brunftzeit versuchte, liebestolle Männchen vom Straßenverkehr fernzuhalten. Die Folie im „Buddhakopf“ spielt auf den Spiegel an, in dem der Betrachter sein Selbst vielleicht als mitfühlenden Buddha erkennen kann.

Alle Schatten sind schwarz. Außer bei Lothar Hähnelt. Der lässt sein Objekt einen grünen Schatten „werfen“, weil sein „Traum“ eine Rückseite hat und jedes Objekt zugleich auch Lichtquelle sein kann. Sein Holz-Dreiklang mit gebogenem Luftballon-Haltestab ist nämlich von hinten Grün und strahlt hoffnungsvoll die Wand an.

Manche Arbeiten wirken konzeptionell, wie das zweifache „Portrait“ von Eva-Maria Bexten: das eine vom „19.2.2018“, das andere vom „19.11.2018“. Neun Monate, in denen sich die Erkennbarkeit der Person nicht verändert hat, gewandelt hat sich die Darstellung: weich, warm und aquarellig sind die Flächen im Februar, konturiert, kantig und scharf die Linien im November.

Mit Sylva Kleins beiden Arbeiten reicht das Ausdrucksspektrum der Ausstellung bis zur digitalen Malerei. „Der kleine Hund und das Meer“ sowie „Inka und Gismo“ zeigen Motiv-Collagen, die zu einem Bildraum verschmolzen werden – surreale Welten. Virtuelle und natürliche Landschaften existieren wie selbstverständlich nebeneinander.

Zum Thema

Die Jahresausstellung des „Atelier+“ kann bis zum Freitag (28. Juni) im Landeshaus, Freiherr-vom-Stein-Platz, besichtigt werden. Die Öffnungszeiten dort sind täglich von 8 bis 19 Uhr. Infos: ' 0174 / 467 49 06 Der Eintritt ist frei. | www.muenster.org/  atelier-plus

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