Hendrikje Winters Puppenspiel in der Gartenakademie
Muntere Maulwurfsgeschichte auf der Schubkarre

Münster -

Die kleinen Gäste der Gartenakademie scheinen das Stück zu kennen. Als Max Schätzke sie fragt, ob sie denn wissen, wer dem kleinen Maulwurf auf den Kopf gekackt hat, rufen alle: der Hund, der Hund. Okay, aber das müssen sie jetzt schnell vergessen, sonst sei ja die ganze Spannung weg. Keine leichte Aufgabe für Kinder ab vier Jahren, etwas zu wissen und es gleichzeitig nicht zu wissen. Aber sie kriegen das Kunststück hin. Als sich Schätzke an die Technik begibt und Hendrikje Winter mit dem Spiel beginnt, bekommt sie auf die Frage nach dem Täter immer ein korrektes „Keine Ahnung“ oder „Das musst du selber rausfinden“ zur Antwort.

Montag, 01.07.2019, 14:24 Uhr
Wer hat dem Maulwurf auf den Kopf gemacht? Hendrikje Winter geht mit ihren Puppen auf Spurensuche.
Wer hat dem Maulwurf auf den Kopf gemacht? Hendrikje Winter geht mit ihren Puppen auf Spurensuche. Foto: Jasny

Es ist heiß an diesem Sonntagnachmittag in Wim Weppelmanns Garten. Für die Kinder scheint das aber kein Problem zu sein. Geduldig sitzen sie auf ihren Stühlen und warten, dass die Vorstellung beginnt. Auf dem Programm steht das Figurentheaterstück „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ – aufgeführt vom Krokodil-Theater, das seine Bühne auf eine Schubkarre gebaut und diese dann auf die richtige Bühne gestellt hat, sodass jeder einen guten Blick auf das Geschehen hat.

Ort der Handlung ist ein Garten, also müssen auch Bäume her. Diese sind mit einem Mikrofonständer und einem umgedrehten Rechen schnell improvisiert. Sogar an ein Vogelnest mit ausklappbaren Jungvögeln hat man gedacht. Und die Wiese, auf der der Maulwurf gerade seinen Hügel aufwirft, als ihm das Missgeschick passiert, hat ebenfalls auf der Schubkarre Platz. Die beteiligten Tiere wiederum holt die Puppenspielerin irgendwo aus dem Nichts hervor. Denn plötzlich sind sie da, die Taube, das Pferd, der Hase, die Kuh und das Schwein. Und alle müssen sich einer Art Fäkalientest unterziehen, wobei die Kuh mit ihrer eher flüssigen Konsistenz beim Publikum am besten anzukommen scheint.

Das Stück beruht auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Werner Holzwarth und Wolf Erlbruch, das 1989 veröffentlicht wurde und sich schnell zu einem internationalen Bestseller entwickelte. Dass die Geschichte auch auf der Puppenbühne bestens funktioniert, demonstrierte das Krokodil-Theater mit seinen putzigen Figuren und dem charmanten Spiel von Hendrikje Winter.

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