„Einklang“-Mikrophilharmonie im Heaven-Zelt
Magie unterm Zirkuszelthimmel

Münster -

Sinfonische Musik in kammermusikalischer Besetzung? Das funktioniert bestens, wie die „Mikrophilharmonie Einklang“ am Donnerstagabend mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn Bartholdy und Paul Dukas bewies. Unter der Leitung von Joachim Harder boten die 20 Musiker eine wahre Klangfülle auf und ernteten viel Applaus für ihr Konzert „Verzauberung“. Das Zirkuszelt am Heaven, ein für klassische Konzerte eher ungewöhnlicher Ort, war sehr gut besucht.

Freitag, 05.07.2019, 19:39 Uhr aktualisiert: 05.07.2019, 20:01 Uhr
ARD-Preisträger Marc Gruber begeisterte als Solist in Mozarts drittem Hornkonzert.
ARD-Preisträger Marc Gruber begeisterte als Solist in Mozarts drittem Hornkonzert. Foto: Brigitte Heeke

Marc Gruber begeisterte als Solist in Mozarts Hornkonzert Es-Dur KV 447 mit Virtuosität und einem traumhaft schönen Hornklang. Als Zugabe hatte der ARD-Preisträger ein berührendes Kaddisch, ein israelisches Totengebet, in einer zeitgenössischen Bearbeitung für Horn solo herausgesucht. Das Stück bildete einen nachdenklichen Kon­trast zu dem heiteren Mozartkonzert, aber auch zu Paul Dukas ‘ sinfonischer Dichtung „Der Zauberlehrling“, die ebenfalls in der ersten Konzerthälfte erklang, und zur 4. Sinfonie von Felix Mendelssohn Bartholdy, der „Italienischen“, in der zweiten Hälfte.

Die berühmte Sinfonie überzeugte auch in der kammermusikalischen Besetzung mit viel Schwung und großer Klarheit. Wie bereits „Der Zauberlehrling“ stammt diese Bearbeitung ebenfalls von Peter Stangel. Fein artikuliert und erfüllt von einer riesigen Musizierfreude machte sich das Kammerensemble ans Werk und betonte den sonnigen, temperamentvollen Charakter der Musik. Magie unterm Zirkuszelt-Sternenhimmel!

Die Mikrophilharmonie ist aus der „Einklang-Philharmonie für Alle“ hervorgegangen. Das Ensemble spielt große Partituren in kleiner Besetzung an ungewöhnlichen Orten in Münster und im Münsterland. Es beruft sich dabei auf eine lange Tradition dieser Aufführungsform.

Im nächsten Konzert am 29. September in der Jovel Music Hall und am 6. Oktober in der Lohnhalle der Ahlener Zeche Westfalen widmet sich das Ensemble unter dem Titel „Unendlichkeit“ Werken von Mahler, Wagner und Mozart.

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