„Dran und Drauf“-Tage gingen mit „Theater macht Aah!“-Gala zu Ende
Prinzipalmarkt aus dem 3D-Drucker

Münster -

Jetzt ist es raus: Der Prinzipalmarkt stammt teilweise aus dem 3D-Drucker. Der Wiederaufbau nach dem Krieg wurde durch Unterstützung aus dem Jahre 2019 enorm beschleunigt. Und zwar von aus dem Irak, Syrien, Beirut und dem Kosovo stammenden Schülern, die die in Trümmern liegende Stadt mit ihrem „Friedenstaubentransformerzeitreisenmobil“ aufsuchten.

Montag, 08.07.2019, 18:34 Uhr aktualisiert: 09.07.2019, 12:54 Uhr
Turbulente Inszenierung bei der Abschlussgala: „Das Friedenstaubentransformerzeitreisenmobil“ der Eichendorffschule Münster mit (v.l.) Luisa Hausmann und Judith Suermann
Turbulente Inszenierung bei der Abschlussgala: „Das Friedenstaubentransformerzeitreisenmobil“ der Eichendorffschule Münster mit (v.l.) Luisa Hausmann und Judith Suermann Foto: Oliver Berg

Das gleichnamige, sehr gewitzte Stück der Klassen 4a und 4b der Eichendorffschule Angelmodde enthält auch einen kurzen Dialog, der die Quintessenz der „Theater macht Aah!“-Gala im Kleinen Haus beschreibt: Worüber verfügen Kinder mehr als Erwachsene? „Fantasie und gute Laune!“ Davor strotzten die drei präsentierten Werke aus der Feder von Schülern in der Tat. Auf der Grundlage vier- bis fünfseitiger, in den Klassen gemeinsam geschriebener Geschichten hatten die Nachwuchsautoren zusammen mit Schauspielern pfiffige Kurzdramen erarbeitet.

Kurze Filmtrailer zeigten den Zuschauern, dass die Theaterprofis, die zunächst in den Klassenräumen ihre Interpretation zur Diskussion stellten, dort auf klare Vorstellungen von etwa Lichtstimmung und musikalischer Untermalung trafen.

Getragen von pro Stück jeweils nur zwei Darstellern, deren rasante Rollenwechsel begeisterten, und einem durch eine mitunter flauschige Abstraktheit vielseitig nutzbarem bunten Bühnenbild entstanden quirlige, hinreißend komische und auch nachdenkliche Inszenierungen. Unter dem Titel „Echte Freunde“ steuerte die Teamschule Drensteinfurt ein spannendes Stück über das Auseinanderleben und neu gewonnenen Zusammenhalt in Krisensituationen bei: Auf das Dream-Team, den „Schrecken der 4a“, ist Verlass. Bei der Klasse 5e des Annette-Gymnasiums Münster stand ein vom Schicksal schwer gebeuteltes Geschwisterpaar im Mittelpunkt: Erst verduftet Papa sang- und klanglos, dann brennt auch noch das Haus ab. In „Alle für Zwei“, mit viel clowneskem Charme auf die Bühne gebracht, gibt es natürlich dennoch ein Happy-End – von der Pleite ins „Happyland“ beim Schulausflug. Da machte das ganze Theater „Aah!“.

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