Abschlusskonzert der Gartenakademie zum Thema Niederlande
Feine Töne und die passende Lyrik im Grünen

Münster -

Mit viel Beifall, mit Musik, Gedichten und der traditionellen Suppe ging am Freitag die 14. Freie Gartenakademie zu Ende – ihr Thema: „Nachbars Garten – Niederlande“. Wilm Weppelmanns grünes Refugium, ein lauschiger Schrebergarten mit Blüten und erntereifen Früchten, war ein letztes Mal in diesem Jahr komplett besetzt. Das Valerius-Ensemble aus Enschede sorgte mit Streichquartett-Sätzen für feine Klänge, Weppelmann las niederländische Gedichte in deutscher Übersetzung.

Sonntag, 01.09.2019, 17:26 Uhr aktualisiert: 04.09.2019, 11:14 Uhr
Das Valerius-Ensemble (v. l. Robert Windak, Annemarie von Viegen, Eva Suslikova und René Geesing) mit Wilm Weppelmann
Das Valerius-Ensemble (v. l. Robert Windak, Annemarie von Viegen, Eva Suslikova und René Geesing) mit Wilm Weppelmann

Mozart machte den Anfang, denn das Valerius-Ensemble (Robert Windak, Violine; Annemarie von Viegen, Violine, Eva Suslikova, Viola; René Geesing, Violoncello) hatte das Divertimento in D-Dur (KV 136) mit dem eingängigen dritten Satz als Eröffnungsstück ausgesucht. Zügig und sauber, mit deutlich abgesetzter Dynamik, schallte die Musik der vier Streicher durch den Garten. Ein Andante aus einem Streichquartett Tschaikowskys folgte – viele Zuhörer lehnten sich zurück, schlossen die Augen. Kein Wunder, denn die vier Musiker des Ensembles haben ihre In­s­trumente professionell im Griff. Da stimmen Intonation und Zusammenspiel, da klingt es auch unter freiem Himmel ohne Verstärkung groß.

Ein Satz aus einem Streichquartett von Philip Glass folgte. Überraschend viel melodische Überleitungen hatte Glass hier in seine Minimaltechnik gemischt, wie immer kompositorisch gekonnt und das Ohr des Zuhörers niemals anstrengend. Noch unterhaltsamer ging es weiter mit Piazzolla. Die Zuhörer saßen entspannt im Grünen, die Fußspitzen wippten. Zwei Volkslieder aus Tschechien und Rumänien folgten. Im ersteren sang die Bratschistin mit kräftigem Natur-Alt das Lied zum sehr auf Effekte bedacht vorgetragenen Streichersatz.

Wilm Weppelmann las zwischen den Musiknummern Texte von Cees Nooteboom, Willem Kloss, Jan Willem Otten und Hagar Peeters.

Mit der diesjährigen Gartenakademie sei Weppelmann sehr zufrieden, verriet er den Westfälischen Nachrichten. Der Garten sei immer voll gewesen, die Programme wurden allesamt sehr gut angenommen, und jede einzelne Veranstaltung habe viel Beifall erhalten. Im kommenden Jahr lautet das Motto der Freien Gartenakademie: „Die Welt ist in meinem Garten.“

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