Konzertreihen-Premiere in der Halle Münsterland
„Alter Hase“ Michael Patrick Kelly lässt allen Ticket-Trubel vergessen

Münster -

Viel Trubel hatte es im Vorfeld der „emsLive“-Konzertreihen-Premiere mit Michael Patrick Kelly in der Halle Münsterland gegeben: erst die Absage Namikas, leider kein Ersatz, dann kamen mit einem neuen Sponsor verbilligte Eintrittspreise, schließlich wieder die alten. Verstimmung aufseiten der Käufer war die Folge. Ob das Ganze trotzdem sein Geld wert war, haben wir uns am Freitagabend angeschaut.

Samstag, 14.09.2019, 13:23 Uhr aktualisiert: 14.09.2019, 13:37 Uhr
Konzertreihen-Premiere in der Halle Münsterland: „Alter Hase“ Michael Patrick Kelly lässt allen Ticket-Trubel vergessen
„Ein unvergesslicher Abend, das ging sehr nahe“ – Michael Patrick Kelly war zufrieden mit seinem Auftritt in Münster. Foto: Jörn Krüßel

Mit drei namhaften Künstlern hatten die Veranstalter für ihre neue „emsLive“-Reihe in Münster aus dem Vollen schöpfen können, doch dann kam die Absage von Namika : Gesundheitliche Probleme zwangen sie zum Daheimbleiben und zur Schonung. Keine Namika, kein spontaner Ersatz, keine Ticketrückgabe. Gegen das Schicksal hilft dann auch kein Widerruf. Und dann wurde da auch noch der Prosecco-Sponsor aus dem Hut gezaubert, Tickets zum halben Preis und die Fans in zwei Lager gespalten: Die einen hatten gefühlt das Doppelte bezahlt und machten ihrem Ärger online Luft, die anderen freuten sich über das Schnäppchen. Schade für alle Namika-Fans war es allemal.

Aber dann gab es zum Glück ja auch noch die Musik. Nachdem Jazzy Gudd alias Eule den Abend eröffnet hatte, war von Ticket-Frust keine Spur mehr. Das ließen zumindest die unzähligen selbstgemachten Plakate in der gut gefüllten Halle vermuten. Persönliche Grüße und Selfie-Wünsche waren zu lesen. Im Chor sang man sich schon mal warm. Und der gereifte Mr. Kelly ließ sich nicht lange bitten.

Als Teenager hat er die Fußgängerzonen der Republik erobert, heute sind die großen Bühnen sein Revier. Und dass er hier Profi ist, merkte man ab der ersten Note. Die Stimme und das Pathos kraftvoll wie zu seligen Family-Zeiten, die Körpersprache selbstbewusst wie bei einem alten Hasen – dabei immer noch jugendlich verschmitzt, mal den Entertainer gebend, mal einfach nur Musiker in seiner fünfköpfigen Band, die sich auch mal minutenlange Soli gönnte.

Michael Patrick Kelly in der Halle Münsterland

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Vielleicht hatte er am Ende auch an die Fans gedacht, die auf einen Act mehr gehofft hatten, jedenfalls ignorierte er großzügig die Sperrstunde und hängte eine Zugabe an die nächste. „Ein unvergesslicher Abend, das ging sehr nahe“, so seine Abschiedsworte. Dem hatten seine Fans nichts mehr hinzuzufügen.

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