Die Festwoche zum Ausklang des Jubiläumsjahres „Münster Musik“ bündelt noch einmal die Aktivitäten des Sinfonieorchesters, der Musikhochschule und der Westfälischen Schule für Musik.
Eine Woche atemlos

Münster -

Das Jubiläumsjahr „Münster Musik“ gipfelt Vor allem in der jetzt anstehenden Festwoche vom 9. bis zum 17. November.

Freitag, 01.11.2019, 10:56 Uhr aktualisiert: 01.11.2019, 11:00 Uhr
Freuen sich auf die Festwoche zum 100-Jährigen der „Münster-Musik“ (v.l.): Stephan Froleyks, Friedrun Vollmer, Markus Lewe, Johannes Wessels, Cornelia Wilkens und Golo Berg.
Freuen sich auf die Festwoche zum 100-Jährigen der „Münster-Musik“ (v.l.): Stephan Froleyks, Friedrun Vollmer, Markus Lewe, Johannes Wessels, Cornelia Wilkens und Golo Berg. Foto: Jürgen Christ

Was haben Albert Lortzing und Helene Fischer miteinander zu tun? Nun, sie sind zwar keine Münsteraner, werden aber von der Musikstadt Münster herzlich vereinnahmt, wenn die klingenden Institutionen Sinfonieorchester, Musikhochschule und Westfälische Schule für Musik zusammen Geburtstag feiern. Vor allem in der jetzt anstehenden Festwoche vom 9. bis zum 17. November.

Der Ältere, Albert Lortzing, wurde 1801 in Berlin geboren und starb auch dort, hat aber mit seinem Wirken in Münster so nachhaltig Eindruck hinterlassen, dass Ende des 19. Jahrhunderts sogar das Theater nach ihm benannt wurde. Und sein einziges Oratorium „Die Himmelfahrt Jesu Christi“ wurde am 15. November 1828 in der Domstadt uraufgeführt, wo es auf den Tag gena u 191 Jahre später wieder erklingt – beim Festkonzert im Dom. Eine Punktlandung, sagt Generalmusikdirektor Golo Berg.

Die Jüngere, Helene Fischer, wurde im russischen Krasnojarsk geboren und hatte 2014 ihren großen Hit „Atemlos durch die Nacht“. Den gibt es auch in der Festwoche zum 100-Jahre-Dreiklang: Professor Peter von Wienhardt hatte die Idee, beim „mensch.musik.festival“ am 16. November „100 Stücke aus 100 Jahren“ zu spielen. Jedes Jahrzehnt bekommt bis zu einer Stunde Konzertzeit in der Musikhochschule, und wenn die Dramaturgie es will, dann folgt der Rock‘n‘Roller Bill Haley kurz nach dem Avantgardisten John Cage und dem modernen Klassiker Maurice Ravel. Im letzten Jahrzehnt schließlich steht für das Jahr 2014? Genau, der Fischer-Song: Welcher Hochschüler wird sich wohl daran wagen?

Oberbürgermeister Markus Lewe erinnerte beim Vorstellen des Programms an das „Pfingstereignis (Ich spreche hier nicht im theologischen Sinn!)“, als der Prinzipalmarkt anlässlich der „Carmina burana“ mit musikbegeisterten Menschen gefüllt war, und wertete das Jubiläumsjahr sowie die Festwoche als Ausblick, womit er den geplanten Musik-Campus ansprach: „Es braucht einen Ort, in dem dieser Geist aufgefangen wird“ – analog zur Stadtbücherei für alles, was mit Büchern zusammenhängt, und dem Stadtmuseum für die Geschichte. Hochschulrektor Johannes Wessels, Kulturdezernentin Cornelia Wilkens und Musikschuldirektorin Friedrun Vollmer lobten übereinstimmend die wunderbare Zusammenarbeit in der Musikstadt Münster: „Ich glaube, dass die Kernidee des Campus gelebte Realität ist“, fasste es Wessels zusammen.

„Das Festkonzert wird mit einer Ouvertüre beendet – so viel Auftakt war noch nie!“, stellte Stephan Froleyks, Prodekan der Musikhochschule, schmunzelnd fest, um noch einmal zu betonen, dass das Ende des Jubiläumsjahres zugleich in die Zukunft weist. Wovon natürlich auch viele Programmbeiträge der neun Konzerttage künden: So präsentiert die Musikschule am 11. November die „Deutsche Streicherphilharmonie“, deren Mitglieder vielfach den Sprung zu Spitzenorchestern schaffen. Im Volbach-Kammerkonzert (14. November) trifft Musik des großen Vordenkers Fritz Volbach, den auch Golo Berg mit weiteren CD-Produktionen würdigen will, auf zeitgenössische Klänge. Und das erwähnte Festkonzert am 9. November schließlich ist alles andere als ein betulicher Festakt: Der Komponist Daniel Ott und der Regisseur Enrico Stolzenburg lassen im Auftragswerk „Außen Stadt Innen Räume“ fünf Ensembles im Sternmarsch auf das Theater zustreben, wo die Besucher ein Klangparcours von Münster-Geräuschen erwartet, bevor das Konzert in der „Akademischen Festouvertüre“ von Johannes Brahms gipfelt.

Informationen und Karten zum Festkonzert, Jubiläumskonzert und zu „Yolimba“ gibt es an der Theaterkasse, Neubrückenstraße 63: theaterkasse@stadtmuenster.de oder 5 90 91 00.

Festwoche „Münster Musik“

 

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