Produzentinnengalerie SO-66 lädt zum „Wintersalon“
Von Arabesken bis zu Vegetationszyklen

Münster -

Das Ausstellungsjahr 2019 geht zu Ende, und damit ist es wieder Zeit für den Wintersalon in der Produzentengalerie SO-66. Mit der Vielfalt ihrer künstlerischen Positionen und der individuellen Wahl ihrer Themen gestalten die Künstlerinnen ihren gemeinsamen Kunst-Salon:

Freitag, 08.11.2019, 19:02 Uhr
„Forever“ (Ausschnitt) von Crista Book
„Forever“ (Ausschnitt) von Crista Book Foto: Book

Crista Book hinterfragt mit der Pastell-Foto-Zeichnung „forever“ den Umgang mit Menschenrechten und persönlicher Freiheit am Beispiel arrangierter Kinderehen. Die sieht die Künstlerin auch in Deutschland praktiziert „als eine Folge aktueller Kriege und dadurch bedingter Vertreibung“. Sie fragt: „Sind Menschenrechte ein universelles Privileg aller Menschen oder werden sie je nach Staatsgrenze neu definiert?“

Waltraud Kleinsteinberg nutzt den Formenreichtum, der in der herbstlichen Botanik zu finden ist, und schafft aus Natur-Fundstücken eine Reihe von kleinen Objekt-Kästchen. In Kleinsteinbergs vier Pastell/Grafit-Arbeiten „das sind so Geschichten“ treffen vielschichtig gezeichnete Arabesken (florale Muster und Rankenwerk, die als ein Gestaltungsprinzip der Romantik gelten) auf rudimentär dargestellte Frauen-Gestalten, die befasst sind mit scheinbar sinnfreien Handlungen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Farben des Herbstes feiert Anne Fellenberg mit ihrer kleinen Serie „Herbstpastell“. Annette Hinricher forscht nach „Form und Inhalt“ mit einer fragilen Collage, gefertigt aus unterschiedlichen, teilweise zweckentfremdeten Materialien.

Figürliche Silhouetten zeichnen sich ab in den kleinformatigen Acrylbildern von Gabriele Maria Koch vor einem monochromen, betonfarbigen Hintergrund. „Die lichten Farben im Innenleben der bewegten Figuren rufen die ‚Erwartung eines schönen Tages‘ hervor“, so der Titel dieser Arbeiten. In farblich reduzierten Ölpastell-Zeichnungen lässt die Künstlerin mit verdichteten gestischen Strukturen ein Nachbild der sommerlichen Fülle eines „Roten Gartens“ entstehen.

Liane Sommer zeigt vier Holzschnitte, Handdrucke, die mit einem gleichbleibenden Motiv in differenzierter Farbigkeit die unterschiedlichen Jahreszeiten widerspiegeln. In V eronika Teigeler s Fotografie „Samhain“ steht ein scheinbar leerer Gewächshaus-Tunnel für die Vegetations-Zyklen von Werden, Vergehen und Wieder-Erwachen. Ulrike Vetter zeigt kleine Malereien zu dem Thema „die große Form“; Bildobjekte, gefertigt in einem experimentellen Mix von Kohle, Wachs und Farbe.

Eine Reihe von Tuschezeichnungen, betitelt „im Müßiggang“, zeigt Vera Ziegler : „Oft sind es Frauen, die ich zeichne, einfach und reduziert. Sie scheinen frei, entspannt, zurückgezogen in sich, in ihre Weiblichkeit, sinnierend oder träumend; vielleicht entsprechend der Jahreszeit.“

Zum Thema

Die Vernissage ist am Sonntag (10. November) um 15 Uhr in der Soester Straße 66. Ausstellungsende: 15. Dezember; Öffnungszeiten: samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung: ' 01 75 / 605 26 17.

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