Münsters weltberühmter Magier wäre am 4. Dezember 200 Jahre alt geworden
Vom Botensohn zum Millionär

Münster -

Mit 35 Jahren war sein Vermögen so groß, dass er sich in Münster zur Ruhe setzen konnte. Der Kaiser aus Brasilien machte ihm hier die Aufwartung und der größte Name der Zauberer-Welt, Houdini, ebenfalls. Dass noch kein Spielfilm über das abenteuerliche Leben von Johann Friedrich Alexander Heimbürger produziert wurde, nimmt Wunder. Immerhin erfährt „Herr Alexander“ zu seinem 200. Geburtstag an diesem 4. Dezember eine Ehrung durch eine Gruppe junger Leute.

Dienstag, 03.12.2019, 19:30 Uhr aktualisiert: 05.12.2019, 10:56 Uhr
Das Podcast-Projekt von Klappkatapult: „Die magischen Reisen des Herrn Alexander"
Das Podcast-Projekt von Klappkatapult: „Die magischen Reisen des Herrn Alexander" Foto: Isabel Schmiedel

Mit 35 Jahren war sein Vermögen so groß, dass er sich in Münster zur Ruhe setzen konnte. Der Kaiser aus Brasilien machte ihm hier die Aufwartung und der größte Name der Zauberer-Welt, Houdini, ebenfalls. Dass noch kein Spielfilm über das abenteuerliche Leben von Johann Friedrich Alexander Heimbürger produziert wurde, nimmt Wunder. Schließlich holte der Münsteraner die Kunst des Zauberns und der Illusion von den Jahrmärkten in die großen Theater dieser Welt. Immerhin erfährt „Herr Alexander“ zu seinem 200. Geburtstag an diesem 4. Dezember eine Ehrung durch eine Gruppe junger Leute. Das münsterische Podcast-Label „Klappkatapult“ startet seine achten Folgen von „Die magischen Reisen des Herrn Alexander“.

Und dabei hat „Klappkatapult“ (erst Anfang 2019 aus dem studentischen Online-Magazin „seiten­wael­zer.de“ ausgekoppelt) selbst gezaubert: Von der Idee bis zur Sendung haben die Münsteraner (im Alter unter 30 Jahre) aus reiner Begeisterung neben Studium, Arbeit und Privatleben die Geschichte in nicht mal drei Monaten im Institut für Kommunikationswissenschaft der WWU aufgenommen – mit mehr als 30 Sprechern, über 40 Schauplätzen, 180 Seiten Drehbuch und mehr als 600 Sounds. Es sei bereits die dritte Produktion in diesem Jahr, berichtet Sprecher Daniel Rublack . Die Motivation? Die Freude an der Sache und die Reaktionen: „Locker ein paar Tausend hören unseren Podcast.“

„Wir erzählen die Geschichte sehr realitätsnah“, so Rublack. Grundlage ist die Autobiografie Heimbürgers. Erzählt werden die Lehrjahre und wie der Sohn eines Boten mit cleveren Tricks Aufmerksamkeit erregt – ein Marketing-Genie: Er schleicht sich in die Vorstellungen anderer und macht dort für sich Werbung. Die Podcaster lassen Alexander bereits hier von seinem Bruder August begleiten (in Wirklichkeit gingen die beiden ersten später auf Tour nach Amerika). Rublack: „Es gibt viele lustige Szenen und ist sehr unterhaltsam.“ Auch Münster spiele natürlich eine Rolle. Schließlich wohnen die Eltern von „Fritz“ (wie der Junge gerufen wird) hier, der in Amerika die ganz große Karriere macht. Aber das ist eine andere Geschichte – vielleicht für einen Film oder den nächsten Podcast von Klappkatapult . . .

Die ersten beiden Folgen sind ab heute Abend online zu hören. Jede Woche gibt es eine weitere Folge.

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