Weihnachtliche „Talkschau“ im Boulevard-Theater
Das Publikum rockt mit

Münster -

Elfriede Möllenbaum – das ist die perfekte Märchentante für Weihnachten: Friede, Freude, Pflaumenkuchen! In der altmodischen Kulisse der Komödie „Ein Herz aus Schokolade“ im Boulevard-Theater hatte die rheinische Frohnatur aus Münster Andreas Breiing, Gertrud Wietholt (Kinder-Neurologie-Hilfe), Ruprecht Polenz und die Bracht-Zwillinge zu Gast.

Mittwoch, 04.12.2019, 18:34 Uhr
Weihnachtliche „Talkschau“ im Boulevard mit (v.l.) Andreas Breiing, Gertrud Wietholt, Elfriede Möllenbaum, Ruprecht Polenz sowie Gerd und Richie Bracht
Weihnachtliche „Talkschau“ im Boulevard mit (v.l.) Andreas Breiing, Gertrud Wietholt, Elfriede Möllenbaum, Ruprecht Polenz sowie Gerd und Richie Bracht Foto: Günter Moseler

Elfriede Möllenbaum – das ist die perfekte Märchentante für Weihnachten : Friede, Freude, Pflaumenkuchen! Nie würde Frau Möllenbaum den zum Heiligen Abend ihrem legendären Ehegatten Oskar kredenzen; der bekommt immer „Jägerschnitzel, „damit er weiß, datt Wähnachten is“. Aber die Möllenbaum hat eine Schwäche fürs Traditionelle und Harmonische; da überraschte es nicht, dass sie diskret das fehlende „Liebliche“ für „Leise rieselt der Schnee“ monierte, als Gerd und Richie Bracht mit Gitarre und Pedal-Steel-Gitarre (!) die Schneeflocken wie Hagelkörner prasseln ließen. Eintracht aber obsiegte: Ihre diesjährige Weihnachtsfeier zelebrierte Madame Möllenbaum neben den Bracht-Zwillingen noch mit Gertrud Wietholt (Kinder-Neurologie-Hilfe), dem Kabarettisten Andreas Breiing und Ruprecht Polenz , ehemals CDU-Generalsekretär bei Kanzlerin Merkel. „Diese Gäste waren alle schon mal da!“

Die altmodische Kulisse der Komödie „Ein Herz aus Schokolade“ im Boulevard-Theater verströmte süßes Weihnachtsflair, die Pralinentütchen lagen neben Etageren, eine Nikolauspuppe lehnte festtagsträge an der Vitrine. „Alles Attrappen“, erklärte Möllenbaum mitleidlos; es klang wie eine Warnung, den Abend nicht allzu ernst zu nehmen. Es gab Weihnachtsklassiker zum Mitsingen, Fragen an die Prominenten zum Fest der Feste, Weihnachtsquiz, kleine Geschenke für die Publikumstombola zugunsten der „Kinder-Neurologie-Hilfe“.

Seit Anbeginn hat Weihnachten die Tendenz zur Katastrophe – aber dergleichen hatten die Gäste nicht zu vermelden: Von „Weihnachten war immer wunderbar“ (Kabarettist Breiing) bis zu „Wir fahren seit 40 Jahren in dieselbe Skihütte“ (Zwillinge) reichte das Spektrum, nur Polenz wurde auf Heiligabend als kleiner Junge einmal vom Verdacht einer „Blinddarmentzündung“ heimgesucht. Schöne Geschenke, schreckliche Geschenke: Fehlanzeige – bis auf Zwilling Gerd, dem die Tochter einen Kühlschrank im Verstärker-Outfit schenkte: „Der war zu groß für mein Ministudio.“

Auch zur Festtagskulinarik hakte Möllenbaum nach. Da blieb es beim (Ur-)Alten: Fondue, Raclette, Gans, Karpfen, „Fisch und Reh“. Das familiäre Liedrepertoire allerdings schwankte dafür von „Nix“ (Breiing) über „Yesterday“ (Zwillinge) bis hin zu „O Tannenbaum“ (Polenz). Schnell meinte Möllenbaum: „Die Jäste suchen de Lieder us“. Die Zwillinge wollten’s partout peppig und mischten dem altehrwürdigen „Alle Jahre wieder“ deftige Synkopen unter: „Alles andere ist kitschig!“ Das Publikum rockte unverdrossen mit.

Elfriede Möllenbaum wahrte Contenance – auch Weihnachten geht mit den Moden – und streute Quizfragen ein: Seit wann gibt es den Adventskranz mit vier Kerzen? Warum stehen in der Krippe Ochs und Esel? Ist Nikolaus ein Türke? Oder die (fast) leichteste: „Wer hat zu Zeiten von Jesu Geburt die römische Volkszählung veranlasst? Pilatus, Augustus oder Herodes?“ Jeder Prominente durfte nun ein Kärtchen hochhalten (A,B,C) – und siehe da, nur einer wusste es . . .

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