„Schönes Westfalen“ – Jahrbuch 2020
Mobilität und Überraschungsmomente

Münster -

Es gibt ein neues Buch für Westfalen. Es heißt „Schönes Westfalen“ und trägt den Untertitel „Jahrbuch 2020“. Herausgeber Dr. Peter Kracht hat mit vielen Autoren darin jede Menge spannender Themen aus der Region aufbereitet. Schweprunkt: „Mobilität“. Ein kurzer Einblick.

Donnerstag, 05.12.2019, 16:06 Uhr
Der Journalist und Autor Dr. Peter Kracht präsentiert „Schönes Westfalen“. Ein Vademecum für das Jahr 2020 durch die Region.
Der Journalist und Autor Dr. Peter Kracht präsentiert „Schönes Westfalen“. Ein Vademecum für das Jahr 2020 durch die Region. Foto: pd

Dr. Peter Kracht aus Unna ist Westfale mit Leib und Seele und der Region journalistisch und schriftstellerisch verbunden wie kaum jemand sonst. Deshalb freut es ihn, „dass der münstersche Aschendorff Verlag wie ich der Meinung war, dass Westfalen ein Buch braucht, das die unterschiedlichsten Facetten Westfalens ins rechte Licht rückt“. Und so war der Titel „Schönes Westfalen“ geboren …

Das Jahrbuch, das mit dem neuen Jahrzehnt 2020 einsetzt, widmet sich einem Jahresthema, das wirklich alle angeht: „Mobilität“. Hier aber geht es nicht um das Alltagsgrau des Staustehens auf Hansalinie oder Ruhrschnellweg. Peter Kracht selber eröffnet das Jahrbuch mit einer Geschichte über den schnellen Graf Marcus von Oeynhausen-Sierstorpff aus Bad Driburg und seine Rennfahrerleidenschaft und setzt das Schwerpunktthema fort mit dem Eisenbahnviadukt in Altenbeken, das jeder kennt, der schon mal mit der Eisenbahn von Hamm Richtung Kassel fuhr. Ebenso spannend: die Geschichte der Baumbergebahn oder die Montgolfiade in Warstein, die in schöner Regelmäßigkeit Ballons wie bunte Tupfer an den sauerländischen Himmel setzt. Aber auch „Hella!“, der Automobilzulieferer mit Hauptsitz in Lippstadt, wird im Wortsinn „erhellend“ beschrieben, denn die Firma liefert Lampen und Beleuchtungssysteme für Automobile in alle Welt. Kein Fortkommen ohne gutes Licht!

Geschichtliches unter der Rubrik „Einst und jetzt“ kommt im Jahrbuch ebenso zum Tragen wie die Welt des Sports und das Thema „Kultur und Freizeit“. So wird das Jahrbuch 2020 „Schönes Westfalen“ zugleich zum Ausflugs-Ratgeber. Gerade auch die Museumslandschaft Westfalens kann sich dabei sehen lassen. So hält etwa die Neueröffnung des Deutschen Bergbau-Museums Bochum die Erinnerung wach an die Jahrhunderte lange Bergbautradition an der Ruhr. Und das Sauerland-Museum in Arnsberg sowie das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten sind gerade erst mit neu konzipierten Dauerausstellungen wiedereröffnet worden, die es zu erkunden lohnt.

Herausgeber Peter Kracht wirbt für das Jahrbuch: „Hier findet sich so manche Überraschung: In Bergkamen zum Beispiel, einst einer der größten Bergbaustandorte Europas, gibt es ein riesiges, kurz vor Christi Geburt angelegtes römisches Lager – und eine eindrucksvolle Handballtradition.“ Kurzum: Der neue Band „Schönes Westfalen“ versteht sich als eine Einladung, unterschiedliche Facetten dieser Region kennenzulernen oder auch wiederzuentdecken. Der Titel ist das Programm: Westfalen ist schön!

Peter Kracht (Hrsg.): „Schönes Westfalen – Jahrbuch 2020“, Aschendorff Verlag, Münster 2019, 288 Seiten, 19.50 Euro

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