Ausstellung „Geschlossene Ateliers“ im Speicher II
Diesmal fällt der Hammer

Münster -

Im Frühling werden die Türen geöffnet, im Winter geschlossen, und trotzdem sind Besucher sowohl beim „open house“ als auch bei den „Geschlossenen Ateliers“ willkommen.

Donnerstag, 12.12.2019, 19:18 Uhr aktualisiert: 13.12.2019, 19:17 Uhr
Die Hämmer liegen bereit: Bei den dritten „Geschlossenen Ateliers“ veranstalten die Künstler eine Auktion zugunsten des münsterischen Straßenmagazins „Draußen“.
Die Hämmer liegen bereit: Bei den dritten „Geschlossenen Ateliers“ veranstalten die Künstler eine Auktion zugunsten des münsterischen Straßenmagazins „Draußen“. Foto: Gerhard H. Kock

Im Frühling werden die Türen geöffnet, im Winter geschlossen, und trotzdem sind Besucher sowohl beim „open house“ als auch bei den „Geschlossenen Ateliers“ willkommen. Die finden an diesem Samstag auf den weitläufigen und geräumigen Fluren des Atelierspeichers statt. Und diesmal gibt es zudem eine abendliche Auktion.

„Geschlossene Ateliers“ im Speicher II

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  • Kunst wird am Samstag (14. Dezember) um 20.15 Uhr versteigert: Ab 5 Euro geht‘s los.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Die Künstler stellen kleinformatige Arbeiten zur Verfügung. Der Erlös geht an Münsters Straßenmagazin „Draußen“.

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  • Kirsten Kaiser stiftet diese gestrickte „Samenspende“.

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  • Susanne Koheil und Günter Wintgens stellen Drucke zur Verfügung.

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  • Kugelschreiber-Zeichnung von Peter Karpinski

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  • Aquarell von Chiemi Nakagawa

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  • „The night“ von Dohyeon Lee

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  • Glaskasten-Zeichnung von Satomi Edo

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  • Jin Soo Park "Keks (l.)

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  • Jin Soo Park „Keks“

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  • „Urmutter“ von Maike Brautmeier

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  • Herbariumblatt auf Papier von Yoana Tuzharova

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  • Radierung von Julia Drahmann

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  • Objekt von Robin Ortgies

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  • Objekt von Robin Ortgies

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  • Porzellan-Tafelmalerei von Nadia Pereira Benavente

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  • Porzellan-Tafelmalerei von Nadia Pereira Benavente

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  • Porzellan-Tafelmalerei von Nadia Pereira Benavente

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  • Porzellan-Tafelmalerei von Nadia Pereira Benavente

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  • Stele von Nadia Pereira Benavente

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  • Chiemi Nakagawa

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  • Vato Sikharulidze

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  • Malte van de Water

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  • Thomas Wrede

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  • Thomas Wrede

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  • Peter Karpinski

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  • Susanne Koheil und Günter Wintgens

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  • Susanne Koheil und Günter Wintgens

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  • Irina Martyshkova

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  • Judith Kaminski

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  • Jin Soo Park

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  • Jin Soo Park

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  • Kiepenkerl von Jin Soo Park

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Kiepenkerl von Jin Soo Park

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  • Jin Soo Park

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Jin Soo Park

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Ilsuk Lee

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  • Ilsuk Lee

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Ilsuk Lee

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Satomi Edo

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  • Satomi Edo

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Satomi Edo

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Robin Ortgies

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  • Robin Ortgies

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  • Robin Ortgies

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  • Robin Ortgies

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Ochirbold Ayurzana

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  • Ochirbold Ayurzana

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  • Ochirbold Ayurzana und Gan-Erdene Tsend

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  • Gan-Erdene Tsend

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Gan-Erdene Tsend

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Maike Brautmeier

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  • Maike Brautmeier und Julia Drahmann

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Kirsten Kaiser

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  • Kirsten Kaiser

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  • Kirsten Kaiser

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  • Peter Schumbrutzki

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  • Dohyeon Lee

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  • Lennart Foppe

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  • Yoana Tuzharova

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  • Yoana Tuzharova

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Yoana Tuzharova

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  • Hubertus Huvermann

    Foto: Gerhard H. Kock

Die Künstler haben kleinere Arbeiten zur Verfügung gestellt, die es zu ersteigern gilt; ab fünf Euro geht’s los. Der Erlös geht an Münsters Straßenmagazin „draußen!“. Malte van de Water und Moritz Hagedorn hatten 2017 die Idee zu dieser selbstkuratierten Ausstellung. Die Künstler des Atelierspeichers plus einige Gäste stellen ausgewählte Arbeiten vor ihre Ateliers.

Durch die Auswahl erschlägt einen die Ausstellung nicht. Trotzdem ist das Spektrum breit und äußerst abwechslungsreich. Nadia Pereira Benavente überrascht mit Farbe: Ihren sonst eher monochromen Porzellan-Objekte hat sie zarte Täfelchen mit komplexen Farbmustern zur Seite gestellt, die aber nicht gemalt, sondern aufwendig zusammengefügt wurden.

Auf andere Weise verblüfft Robin Ortgies. Er legt nicht nur keramischen Schnee auf einen abgelegten Hammer, sondern hat in ein Eisengitter für den Betonguss eine kleine Mokkatasse „eingebaut“, so dass der Betrachter rätseln darf, wie das wohl geht.

Dafür macht Yoana Tuzharova jeden Smartphone-Nutzer staunen. Sie hat Touchscreens derart beleuchtet, dass nun die Wischspuren der Finger auf dem Glas wie Informel-Malerei wirken und Nutzern klar wird, dass sie jenseits technischer Zärtlichkeiten unbewusst gleichsam malerisch tätig werden.

Susanne Koheil und Günter Wintgens geben der Selbstreferenz, der unendlichen Schleife mit einer orangefarbenen Himmels- oder Hexentreppe aus Papier eine Form, auf der das Mantra „Ich bin Er“ bestempelt ist, was an das Gedicht „Irgendwer“ von Mascha Kaléko erinnert.

Schweren Beton fährt Kirsten Kaiser auf, die drei an Trolleys erinnernde Stein-Rahmen präsentiert, in deren farbig leuchtenden Innenseiten jeweils ein Wort steht: „Aim“ oder “Goal“, und damit hinterfragt sie die Ziel-Fixiertheit einer überwiegend effizienzorientierter Kultur.

Und immer wieder gibt es Gelegenheit für einen spielerischen Umgang mit der Kunst. Jin Soo Park zeigt gut drei Dutzend Zeichnungen mit klugem Witz. Ein Zeichenverzeichnis lädt zu Zuordnung der Titel ein: „Die gleichzeitig umgefallenen Streichhölzer“, „energisches Stroh“, „Butter kneifen“, „Seifenausdehnung“ . . .

Auch Peter Schumbrutzki bietet dem Spieltrieb Platz. Vor seinem Atelier können Besucher per Touchscreen eine 15.38 Minuten lange Komposition über Regler individuell modulieren; der Sound ertönt aber hinter der Tür, als säßen Sänger und Musiker dahinter.

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Die „Geschlossenen Ateliers“ sind am Samstag (14. Dezember) von 16 bis 22 Uhr im Atelierhaus Speicher II, Hafenweg 28. Die Kunstauktion beginnt um 20.15 Uhr.

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