GOP-Varieté präsentiert vietnamesische Artisten
Weite Reise nach Südostasien

Münster -

13 Künstler der staatlichen Zirkus-Föderation aus der Hauptstadt Hanoi touren seit dem Spätherbst 2018 deutschlandweit durch die Häuser der GOP-Gruppe und absolvieren ihre letzte Station in Münster.

Freitag, 10.01.2020, 15:42 Uhr
Die Mitglieder des 13-köpfigen Ensembles bei Sông Trăng entstammen der staatlichen Zirkus-Föderation aus der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi.
Die Mitglieder des 13-köpfigen Ensembles bei Sông Trăng entstammen der staatlichen Zirkus-Föderation aus der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. Foto: Toofan Hashemi

Zum Jahresbeginn 2020 tritt das GOP-Varieté Münster eine weite Reise an: Die Produktion Sông Trăng, wörtlich übersetzt: „Wenn der Mond sich im Fluss spiegelt“, entführt das Publikum in das südostasiatische Vietnam. 13 Künstler der staatlichen Zirkus-Föderation aus der Hauptstadt Hanoi touren seit dem Spätherbst 2018 deutschlandweit durch die Häuser der GOP-Gruppe und absolvieren ihre letzte Station in Münster. „Diese Show wird in dieser Form nie wieder in Deutschland gespielt“, sagte Direktor Hamid Reghat bei der Premiere am Donnerstagabend.

Sông Trăng (sprich „Song Tjang) ist das Ergebnis einer „berührenden Zusammenarbeit“, so Regisseur Kurt Gminder, von vietnamesischen Zirkuskünstlern und europäischen Unterhaltungsprofis. Herausgekommen ist dabei ein sehr ursprünglich und authentisch wirkendes südostasiatisches Entertainment, das aber europäischen Hör- und Sehgewohnheiten nicht völlig konträr läuft und ein sehr realistisch scheinendes Bild vom modernen Vietnam vermittelt.

Die Bühne wird geprägt von einer Konstruktion aus Bambus, die die quirligen Artisten erobern und aus der heraus sich übergangslos die einzelnen Darbietungen entwickeln. In Sông Trăng wirken alle Bewegungen sehr geschmeidig, die Choreografien sind sehr spielerisch und die Artisten agieren wie unschuldige Kinder, die sich voller Freude dem Spiel hingeben. In atemberaubendem Tempo ergeben sich Darbietungen beispielsweise am Luftring, am schwebenden Chinesischen Masten oder am Hochtrapez. Eine Seilspringnummer steigert sich zur Höchstschwierigkeit, bei der ein übereinander stehendes Artistenpärchen gemeinsam die gewagten Sprünge meistert. Mit einfachen Requisiten wie etwa farbigen Tüchern wird die Illusion einer Flusslandschaft herbeigezaubert – und über allem schwebt immer mal wieder der Vollmond als Lichtprojektion.

„Bunt und begeisternd“ – so preisen die GOP-Macher im Programmheft ihren Ausflug in exotische Gefilde an. Ihnen ist für ihren Mut zu danken, dem hiesigen Publikum die Augen geöffnet zu haben für artistische Traditionen und Requisiten, die bei uns völlig unbekannt sind und die Dynamik des modernen Vietnams abbilden.

Die Show Sông Trăng läuft noch bis zum 1. März im GOP-Varieté Münster.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7182756?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F646285%2F
„Ich wusste nie, wo ich dazugehörte“
Als Jugendlicher fühlte Sebastian Goddemeier sich nirgends so richtig zugehörig.
Nachrichten-Ticker