Der Schriftsteller Norbert Johannimloh feiert seinen 90. Geburtstag
Mit dem klaren Blick auf Westfalen

Münster -

Der Schriftsteller

Montag, 20.01.2020, 18:22 Uhr
Norbert Johannimloh
Norbert Johannimloh Foto: privat

Sein Name hat in der westfälischen Literatur- und Autorenszene seit vielen Jahrzehnten einen guten Klang: Der SchriftstellerNorbert Johannimlohvollendet am heutigen Dienstag sein 90. Lebensjahr. Er trat in den zurückliegenden schaffensreichen Jahrzehnten als Verfasser von Romanen, Erzählungen, Gedichten (auch in niederdeutscher Sprache) und Hörspielen hervor. Im Hauptberuf wirkte der studierte Germanist und Altphilologe als Gymnasiallehrer und später als Akademischer Oberrat und Studiendirektor im Hochschuldienst.

Großen Anklang bei Kritik und Leserschaft fand zum Beispiel sein autobiografisch geprägter Roman „Appelbaumchaussee“, in dem Johannimloh klar und markant Episoden aus einer westfälischen Kindheit in den 1930er und 1940er Jahren des 20. Jahrhunderts erzählt. Auch der Roman „Roggenkämper macht Geschichten“ stieß Mitte der 1990er Jahre auf überregionales Interesse. Darin schildert Johannimloh konsequent und mit regionalem Hintergrund zwischen Teutoburger Wald und Münster seinen Protagonisten unter anderem „als glücklosen Regisseur, um Reputation und Würde kämpfenden Hochschullehrer mit ungewissem Status und als Treibholz“ (FAZ) im Strom der Lebenskrise.

Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit, die vor allem auch niederdeutsche Hörspiele und Lyrik umfasste, war Johannimloh, der seit 1970 in Münster-Wolbeck lebt, auch immer wieder als Maler tätig.

Norbert Johannimloh stammt ursprünglich aus Verl in Ostwestfalen. Nach Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Altphilologie an der Universität Münster sowie Referendariat war er ab 1962 Studienrat am münsterschen Schlaun-Gymnasium. 1972 wechselte er als Akademischer Oberrat an die Pädagogische Hochschule in Münster; später wirkte er bis zur Pensionierung 1994 als Studiendirektor im Hochschuldienst an der Universität Münster, wo er den Schwerpunkt Niederdeutsche Literatur betreute. Daneben war er von 1965 bis 1989 Redakteur der Zeitschrift Westfalenspiegel. Unter seinen Auszeichnungen befindet sich der renommierte Rottendorf-Preis für Verdienste um die niederdeutsche Sprache (1969) und der Hörspielpreis des WDR (2. Platz) im Jahre 1991.

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