Queerstreifen vom 5. bis 8. November im Cinema
Von dramatisch bis witzig

Münster -

Die diesjährigen Queerstreifen finden vom 5. bis 8. November im Arthouse-Kino Cinema, Warendorfer Straße 45, statt. Mit seiner 22. Ausgabe ist auch bei diesem Filmfestival nichts mehr, wie es vorher war.

Freitag, 09.10.2020, 18:46 Uhr aktualisiert: 13.10.2020, 18:22 Uhr
In dem bewegenden Drama „I Miss You“ reist der konservative Jorge nach dem Suizid seines schwulen Sohnes von Bolivien nach New York, um Antworten zu finden.
In dem bewegenden Drama „I Miss You“ reist der konservative Jorge nach dem Suizid seines schwulen Sohnes von Bolivien nach New York, um Antworten zu finden. Foto: Cinema

Die diesjährigen Queerstreifen finden vom 5. bis 8. November im Arthouse-Kino Cinema, Warendorfer Straße 45, statt. Mit seiner 22. Ausgabe ist auch bei diesem Filmfestival nichts mehr, wie es vorher war: Das Vorbereitungs-Team hat sich entschieden, kein virtuelles, sondern ein echtes Filmfestival zu wagen. Natürlich unter Beachtung der aktuellen Sicherheitsregeln. Pandemie hin oder her – an der Kernkompetenz des Festivals hat sich nichts geändert: Die Queerstreifen präsentieren weiterhin brandneue lesbische, schwule und queere Independent-Filme aus aller Welt.

Diesjähriger Schwerpunkt ist der queere Filmkontinent Lateinamerika. Und der zeigt sich in seiner Vielfalt – von witzig und romantisch bis dramatisch und tragisch:

  • So bringt in der trendigen Transgender-Sitcom „Alice Júnior“ eine 17-jährige Influencerin mit viel Lust an der Provokation eine konservative brasilianische Kleinstadt zum Beben.
  • In der melancholischen Romanze „Die Starken“ verliebt sich ein weltgewandter Architekt in einen bodenständigen Fischer – an der wilden chilenischen Pazifikküste.
  • Ebenfalls in Chile spielt das magische Liebesdrama „Death will come and shall have your eyes“: Ein lesbisches Paar verkauft all seine Habe und zieht in eine abgeschiedene Waldhütte. Doch die Idylle trügt: Eine der Frauen ist unheilbar krank.
  • Die tragischen Töne dominieren zunächst auch im bewegenden Drama „I Miss You“: Nach dem Suizid seines schwulen Sohnes reist der konservative Jorge von Bolivien nach New York, um Antworten zu finden.
  • Darüber hinaus zeigen die Queerstreifen pünktlich zum Bundesstart den neuesten Streich des schwulen kanadischen Regie-Wunderkindes, Xavier Dolan: „Matthias & Maxime“ – eine bittersüße Studie über Freundschaft, Aufbruch und Abschied.

Zwei Lesungen zählen zu den weiteren Höhepunkten: Die lesbische Autorin Anne Bax präsentiert einen dystopischen Liebesroman und der schwule Designer Julius Thesing ein Graphic-Sachbuch zum Thema Gay-Diskriminierung. Eine musikalische Eröffnung (diesmal mit der münsterischen Stimmtrainerin Hiltrud Allhoff), ein Kinder- und Familienprogramm, eine Kurzfilmrolle, ein queer-geschichtlicher Stadtrundgang sowie die Flüchtlings-Doku „Sopiro“ in Endlosschleife runden die Queerstreifen ab, heißt es in einer Pressemitteilung.

Karten:  303 00.

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