Fotokünstler Wilhelm Wahner in der Torhaus-Galerie
Dem Licht auf der Spur

Münster -

Licht ist einmalig. Weltweit. Überall. Und Wilhelm Wahner zeigt es

Dienstag, 20.10.2020, 16:44 Uhr
„Punktlandung in der Dordogne“ beschreibt kuriosen Ehrgeiz. Wilhelm Wahner hat es gesehen, fotografiert und zeigt es in der Torhaus-Galerie.
„Punktlandung in der Dordogne“ beschreibt kuriosen Ehrgeiz. Wilhelm Wahner hat es gesehen, fotografiert und zeigt es in der Torhaus-Galerie. Foto: Gerhard H. Kock

Licht ist einmalig. Weltweit. Überall. Und Wilhelm Wahner zeigt es. Beim Stadtheimatbund hat sich der Münsteraner gemeldet (wie viele, die ausstellen wollen); jener hat die Einzigartigkeit der Fotografien erkannt und ihm die erste Ausstellung in seinem Leben ermöglich. „Magie des Lichts“ heißt die kleine, feine Schau, die mit dem Untertitel „Reiseimpressionen“ leicht untertrieben beschrieben ist. Denn Wahner zeigt atmosphärische Wunder unseres blauen Planeten, in den Bildern findet sich das Struktur-Schöne und das Moment-Schöne.

Wilhelm Wahner in der Torhaus-Galerie

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  • Wilhelm Wahner in der Torhaus-Galerie

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Wilhelm Wahner in der Torhaus-Galerie: „Punktlandung auf der Dordogne“ – Périgord

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Wilhelm Wahner in der Torhaus-Galerie: „Blaues Wunder“ – Gekenterter Eisberg im Fjallsárlón

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Wilhelm Wahner in der Torhaus-Galerie: Licht, Land, Meer verbinden sich zum Landschaftsbild.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Wilhelm Wahner in der Torhaus-Galerie (im Uhrzeigersinn): Morgendlicher Scherenschnitt – Korsika / Meeresfarben – Normandie / Römisches Bassin im provencialischen Licht / Wasserweg im Licht – Canal du Midi

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Wilhelm Wahner in der Torhaus-Galerie: „Winterstimmung“-- Münsterland (o.) und „Morgennebel“ – Sauerland (u.)

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Wilhelm Wahner in der Torhaus-Galerie: „Schattenspiele“ in Münster

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Wilhelm Wahner in der Torhaus-Galerie: „Symphonie in Salz“- Laguna Colorada (o.) und „Fragile Schönheit“ – Gletscher Perito Moreno

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Wilhelm Wahner in der Torhaus-Galerie: „Schattenspiel“ - Prinzipalmarkt Münster (l.) und „Kerzenmeer am Dom“ – Münster (r.)

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Wilhelm Wahner in der Torhaus-Galerie: „Puderquast - Patagonische Wolke“

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Wilhelm Wahner in der Torhaus-Galerie: „Puderquast - Patagonische Wolke“

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Wilhelm Wahner in der Torhaus-Galerie: „Strahlender Held - Galapagos“

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Wilhelm Wahner in der Torhaus-Galerie

    Foto: Gerhard H. Kock

Wahner wurde 1960 in Bremen geboren, studierte in Münster Germanistik, Publizistik und Geschichte, schnupperte in München ins Verlagswesen; die Software wurde seine berufliche Welt und Münster sein Standbein. Sein Spielbein war und ist die Fotografie, die ihn seit frühster Jugend beschäftigt. Workshops und ein von vielen Erfahrungen geschulter Blick sind das Rüstzeug, mit dem er (mit seiner Frau) die Welt bereist. „Ich bin ein Kosmopolit.“

Strukturen des Schönen finden sich in Bildern wie „Strahlender Held“; das Galapagos-Motiv folgt geradezu klassischen Kompositionsmerkmalen der Malerei von Bildaufbau und Goldenem Schnitt. Das „Blaue Himmelmeer“ mit der Mitternachtssonne im isländischen Akureyri lässt Yves Kleins „IKB 191“-Blau erbleichen. Und der „Wasserweg im Licht“ am französischen Canal du Midi ist fotografischer Impressionismus.

Zu den illuminierten Landschaftsstrukturen kommen die faszinierenden Momente: Die „Punktlandung in der Dordogne“ beschreibt den kuriosen Ehrgeiz der Ballonfahrer, auf ihrer Fahrt den Fluss kurz mit dem Korb zu berühren, und so kommt das Knallrot zum Wasserblau. Der „Regenbogen-Krater“ auf den Osterinseln könnte ein rares Motiv sein, jedenfalls staunte die Führerin Wahners damals, einen Regenbogen habe sie dort noch nie gesehen. „Blaues Wunder“ zeigt scheinbar „nur“ Eisschollen, aber ein Streifen ist lichtblau: Hier war ein Berg gekentert, hat sich gedreht, und was Jahrtausende unter Wasser gewesen war, erblickte das Licht der Welt. Das „Schattenspiel“ vom Prinzipalmarkt wirkt wie eins der ungezählten Touristenmotive. Doch wer Sonnenstand und Schattenwurf kennt (oder einfach auf die Uhr von St. Lamberti schaut), sieht: 10.59 Uhr und bemerkt: Münsters Wohnzimmer ist menschenleer. Licht und Schatten in Zeiten der Corona-Pandemie.

Die Eröffnung ist am Sonntag (25. Oktober) um 11 Uhr in der Torhaus-Galerie und (bei passablem Wetter) im Torhaus-Garten. Die Ausstellung in der Galerie, Neutor 2, ist bis zum 18. Dezember zu sehen.

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