Armin Weinbrenner stellt am Hawerkamp aus
Eine Halle voller einsamer Berge

Münster -

Die Ausstellung heißt nicht nur so, sie ist es auch: „Kalt. Ganz kalt.“

Freitag, 11.12.2020, 20:29 Uhr
Armin Weinbrenner
Armin Weinbrenner Foto: Gerhard H. Kock

Die Ausstellung heißt nicht nur so, sie ist es auch: „Kalt. Ganz kalt.“ Indes, was für die ungeheizte Halle am Hawerkamp zur Winterszeit gilt, gilt nicht für die Malerei von Armin Weinbrenner . Zwar wärmt sie nicht Hände, dafür aber forschende Augen, analog dem Kinder-Suchspiel: „Heiß. Ganz heiß.“.

Dabei überrascht der Maler und Holzschneider aus Münster (bekannt für ab­strakte, farbige Arbeiten) gleich doppelt: alles grau und dann noch Berge. Doch beides greift zu kurz, wie sich bei gründlicher Betrachtung der 49 Bilder (fast alle in den letzten 14 Monaten entstanden) und der Ausstellung herausstellt.

Armin Weinbrenner am Hawerkamp

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  • Armin Weinbrenner: Ausstellung „Kalt. Ganz kalt“

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Armin Weinbrenner: Ausstellung „Kalt. Ganz kalt“

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  • Armin Weinbrenner: Ausstellung „Kalt. Ganz kalt“

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  • Armin Weinbrenner: Ausstellung „Kalt. Ganz kalt“

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  • Armin Weinbrenner: Ausstellung „Kalt. Ganz kalt“

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  • Armin Weinbrenner: Ausstellung „Kalt. Ganz kalt“

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  • Armin Weinbrenner: Ausstellung „Kalt. Ganz kalt“

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  • Armin Weinbrenner: Ausstellung „Kalt. Ganz kalt“

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Armin Weinbrenner: Ausstellung „Kalt. Ganz kalt“

    Foto: Gerhard H. Kock

Die Freude am Bergsteigen hat der gebürtige Siegerländer vor fünf Jahren im Wallis entdeckt. Er pflegt diese Leidenschaft mit seinen Söhnen und setzt sie in seinem Atelier im Kuhviertel gleichsam fort. Denn die Berge passen zur Arbeitsweise Weinbrenners („Mein Denken kommt vom Holzschnitt.“). Wie Wetter und Jahreszeiten dem Fels seinen derben Charakter geben, so bearbeitet Weinbrenner sein Holz: Kerben, Risse, Linien bilden einen Landschaftsuntergrund, auf dem Farbe mit Rolle, Lappen oder Finger gerollt, gedrückt, gerieben wird. So entstehen natürliche Oberflächen, die Volumen vortäuschen, gar 3D-Effekte zeigen. Ob Drei Zinnen oder Nanga Parbat, ob Ötztal oder Himalaya – die bergischen Berühmtheiten werden im Kopf zum Körper.

Und bleiben Malerei. Denn von wegen – grau. Weinbrenner kann sie nicht lassen: die Farbe. Die wird in der Hawerkamphalle zugleich mit seiner umtriebigen Neugier auf Techniken und ihre Möglichkeiten sichtbar. Klug erst im hinteren Teil der Halle sichtbar: eine Handvoll Fotografien unscharf bis zum Verlust der Gegenständlichkeit. Was bleibt? Die Farbe. Sowie ein interessanter Memory-Effekt. Denn wer sich jetzt wieder wendet, die Felsen beschaut, dessen Augen entdecken nun das unterschwellig flirrende Bunt in den „schwarz-weißen“ Gemälden. Ähnlich den Wolken finden sich grüne, blaue, braune Tönungen. Es geht in der kalten Halle also wahrlich heiß her . . .

Die Ausstellung in der geräumigen Halle ist zwar nicht öffentlich zugänglich, kann aber bis zum 17. Januar einzeln in Absprache mit dem Künstler besucht werden – Kontakt: arminweinbrenner@gmx.de

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