Interview zu Kultur in der Corona-Krise
Intendant Zanger wettet auf Ende August

Münster -

(Mit Video) Seit einem Jahr geht im Wolfgang-Borchert-Theater nicht mehr viel. Die Corona-Pandemie hat die gesamte Branche lahmgelegt. Im Interview erklärt Intendant Meinhard Zanger, wieso Kunst und Kultur-Betriebe sehr wohl systemrelevant und wichtig für das demokratische Gemeinwesen sind. Von Gerhard H. Kock
Dienstag, 30.03.2021, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 30.03.2021, 08:00 Uhr
Meinhard Zanger findet, Kunst und Kultur sind weit mehr als „systemrelevant“.
Meinhard Zanger findet, Kunst und Kultur sind weit mehr als „systemrelevant“. Foto: Frederik Iven
Die Theater sind dicht. Eine Öffnung ist nicht absehbar. Seit vielen Monaten müssen die Theaterleute ohne Zuschauer auskommen. Redaktionsmitglied Gerhard H. Kock hat mal bei Meinhard Zanger nachgefragt, Intendant des Wolfgang-Borchert-Theaters. Wie geht es Ihnen gerade? Meinhard Zanger: Naja, was für eine Frage! Ich habe als junger Mann mal an einem Marathonlauf in Italien teilgenommen. Die ersten 800 Meter hatte ich geführt, am Ende kam ich als Letzter ins Ziel. Aber ich habe die ganze Strecke durchgehalten. Ich bin ein Steher. . . . und dem Theater? Zanger: Das steht auch noch – alles durch. Wie wird derzeit bei Ihnen gearbeitet? Zanger: Die meisten Beschäftigten sind auf Kurzarbeit, der Kartenverkauf ist ausgesetzt, wir disponieren seit Monaten keine Vorstellungen mehr. Wir sind ja mittlerweile – nimmt man das ganze letzte Pandemiejahr seit dem ersten Lockdown am 14.3.2020 zusammen – seit nunmehr siebeneinhalb Monaten ohne Vorstellungsbetrieb. Dennoch machen wir sinnvolle Tätigkeiten. Ein Teil der Beschäftigten ist im Homeoffice, das Ensemble hat vier Stücke fertig probiert, das fünfte steht kurz vor der Vollendung.
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