Was macht eigentlich . . . Ulrike Knobloch?
„Suppen sind völlig unterbewertet“

Mittwoch, 19.08.2020, 16:14 Uhr
Ulrike Knobloch (l.) in „Manche mögen´s heiß“.
Ulrike Knobloch (l.) in „Manche mögen´s heiß“. Foto: Oliver Berg

 

Wie sieht Ihr (Corona-)Alltag derzeit aus?

Ulrike Knobloch : Es ist Spielzeitpause, und ich befinde mich auf einer Insel in der Ostsee. Also ein Reset-Alltag. Menschenansammlungen halten sich hier sehr in Grenzen. Dafür gibt es Möwen und Schwalben – wie Sand am Meer. Also wind- und wetterfest anziehen, Handtuch, Buch, Schreibzeug in die Tasche und los geht’s . . .

Wofür haben Sie jetzt Zeit, wozu es vorher „keine“ Zeit gab?

Knobloch: Kormoranen bei der Flügeltrocknung zuzuschauen, Spatzen beim Rührei-Diebstahl und Menschen beim Filetieren vom Fisch.

Welche positiven / negativen Gewohnheiten haben Sie während des Lockdown entwickelt?

Knobloch: Hm . . . Masken tragen im Alltag? Das ist mehr oder weniger neu. Händewaschen? Die Angewohnheit hatte ich vorher schon. Pardon, aber ich müsste mir jetzt wirklich eine aus den Fingern saugen.

Wie halten Sie sich als Schauspielerin derzeit fit?

Knobloch: Radfahren, wandern, schwimmen, in der Natur sein. Des Weiteren Ausschlafen, frischen Fisch mit Salat essen und Wein trinken bei Sonnenuntergang!

Welches besondere Gericht haben Sie in letzter Zeit für sich entdeckt bzw. kreiert?

Knobloch: Suppen sind interessant. Gestern habe ich eine außerordentlich gute Tomatensuppe gegessen, neulich eine köstliche Fischsuppe mit Dill. Da gibt es so viele Möglichkeiten wie überhaupt das Kochen einer Suppe hervorragend zum improvisieren einlädt. Suppen sind so schön unprätentiös und waren von mir bisher völlig unterbewertet!

Möchten Sie ein Buch bzw. einen Film oder eine Serie empfehlen?

Knobloch: Neulich sah ich „Unkenrufe“, einen deutsch-polnischen Spielfilm nach der gleichnamigen Erzählung von Günter Grass. Ich mag diesen Film sehr. Als Lektüre hab ich gerade im Gepäck: die Autobiografie von Leni Riefenstahl, ein kleiner Gedichtband von Wisława Szymborska „Glückliche Liebe” und Arto Paasilinnas Roman „Der wunderbare Massenselbstmord”.

Was vermissen Sie am meisten?

Knobloch: Meinen Freund Franz Jostes. Und ja, natürlich! Richtige Vorstellungen mit richtigem Publikum auf einer richtigen Bühne und sich vorher richtig bespucken beim „Toi, Toi, Toi“ wünschen!

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