Münster Barometer
Radfahren ist beliebt wie nie

Auch in der Fahrradhauptstadt Münster können Rekorde immer noch gebrochen werden: Das Rad, seit Beginn der Münster-Barometer-Umfragen Anfang der 90er Jahre traditionell das am häufigsten benutzte Verkehrsmittel der Bevölkerung...

Freitag, 19.09.2008, 21:09 Uhr

Auch in der Fahrradhauptstadt Münster können Rekorde immer noch gebrochen werden: Das Rad, seit Beginn der Münster-Barometer-Umfragen Anfang der 90er Jahre traditionell das am häufigsten benutzte Verkehrsmittel der Bevölkerung, ist aktuell so beliebt wie nie. 58,8 Prozent der Münsteraner, satte sieben Prozent mehr als im Frühjahr, gaben an, das Rad überwiegend zu benutzen, wenn sie in der Stadt unterwegs sind.

Das Auto hat weiter an Beliebtheit eingebüßt. Nur noch 26,2 Prozent der Münsteraner fahren vorwiegend Auto in der Stadt – so wenige wie nie seit Beginn der Erhebungen. 11,2 Prozent, etwa sechs Prozent weniger als bei der Umfrage im März, sagten diesmal, sie fahren hauptsächlich Bus.

Das Heer der Fahrradfahrer ist zum größeren Teil männlich: 63,9 Prozent der Männer sind bevorzugt Radfahrer, aber nur 54,2 Prozent der Frauen. Je jünger die Befragten, desto häufiger sind sie mit dem Fahrrad unterwegs. Unter den 16- bis 29-Jährigen ist für 79,2 Prozent das Fahrrad erste Wahl, bei den über 65-Jährigen fahren immerhin noch 41,3 Prozent vorwiegend Rad. Als Grund, warum sie am liebsten in die Pedale treten, wird am häufigsten (87 Prozent) die Umweltfreundlichkeit genannt.

Fast gleichauf liegt aber das Argument, dass man in Münster mit dem Fahrrad in der Regel schneller ans Ziel kommt als per Auto (84,4 Prozent). Etwas seltener begründen die Münsteraner ihr Verhalten mit dem Argument, dass Radfahren billiger ist als Auto oder Bus zu nehmen (79,4 Prozent). Die Gesundheit (64,8 Prozent) ist vor allem für Ältere ein Grund, vorwiegend Rad zu fahren. Nur 34,5 Prozent der Radfahrer schwingen sich in den Sattel, um Alkohol trinken zu können – wobei diese Überlegung jüngere Befragte häufiger anstellen als Ältere.

Schlechtes Wetter ist der häufigste Grund, darauf zu verzichten (62,0 Prozent). 30,5 Prozent sagten, sie nehmen wegen der Diebstahlgefahr ungern das Rad, 22 Prozent finden Radfahren zu gefährlich, 16,7 Prozent zu anstrengend. 16,2 Prozent hält die Sorge, keinen Stellplatz zu finden, vom Radeln ab.

So beliebt das Rad in Münster ist, als so rüpelhaft gelten die Radler. Sie werden allgemein für die fahrlässigsten Verkehrsteilnehmer gehalten. Auf Platz zwei rangieren mit deutlichem Abstand die Taxifahrer, gefolgt von den Autofahrern. Fußgänger und Busfahrer verhalten sich nach Ansicht der Münsteraner am wenigsten fahrlässig.

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