Netzreaktionen zum Münster-Tatort
„Morderne″ Kunst mit Pulp-Fiction-Zitat verpasst Quotenrekord

Münster -

Wenn man die TV-Quoten als Maßstab nimmt, war es ein guter - aber kein überragender Tatort aus Münster. Betrachtet man die Reaktionen im Netz, schneiden Thiel und Boerne noch schlechter ab.

Montag, 20.11.2017, 10:08 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 20.11.2017, 10:08 Uhr
Netzreaktionen zum Münster-Tatort: „Morderne″ Kunst mit Pulp-Fiction-Zitat verpasst Quotenrekord
Zwei Erkenntnisse aus dem Münster-Tatort: Gott (Kunststar G.O.D.) ist Linkshänder und kein Serienkiller. Foto: WDR/Wolfgang Ennenbach

Bei den Einschaltquoten liegt das Tatort-Duo aus Münster erneut ganz vorne. 12,89 Millionen Zuschauer (Marktanteil 34 Prozent) verfolgten am Sonntagabend den ARD-Krimi „Gott ist auch nur ein Mensch“, in dem die Ermittler Thiel ( Axel Prahl ) und Boerne ( Jan Josef Liefers ) mehrere Morde am Rande der ‚Skulptur-Tage′ klären müssen.

Die 20.15 Uhr-Konkurrenz kann da nur staunen: Rosamunde Pilcher ( ZDF ; 4,19 Millionen Zuschauer), The Voice of Germany (Sat.1; 3,82 Mio.) und Fast & Furious 7 (RTL; 2,78 Mio.) kommen nicht einmal zusammengerechnet an den Münster-Tatort heran. 

Münster-Tatort: "Gott ist auch nur ein Mensch"

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  • Ein Toter in einer Skulptur: Rechtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, rechts) schildert den Kommissaren Frank Thiel (Axel Prahl, links) und Nadeshda Krustenstern (Friederike Kempter, 2.v.l.), was er auf den ersten Blick erkennen kann.

    Foto: © WDR/Wolfgang Ennenbach
  • Beim neuen Münster-Tatort ‚Gott ist auch nur ein Mensch′ geht es um Kunst. Der Leichenfund findet kurz vor Eröffnung der „Internationalen Skulptur-Tage“ statt - eine Anspielung auf die realen Skulptur-Projekte.

    Foto: © WDR/Wolfgang Ennenbach
  • Silke ‚Alberich′ Haller (ChrisTine Urspruch, links) und Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, rechts) untersuchen den Toten. Die Leiche wurde kunstvoll konserviert.

    Foto: © WDR/Wolfgang Ennenbach
  • Zoltan Rajinovic (Aleksandar Jovanovic) ist unter seinem Pseudonym G.O.D. ein Star der internationalen Kunstszene. In Münster wird sein nächster Genie-Streich erwartet.

    Foto: © WDR/Wolfgang Ennenbach
  • Der Aktionskünstler gerät schnell unter Verdacht: Kommissar Frank Thiel verhört ihn.

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  • Prof. Borne beschreitet - wie so oft - bei den Ermittlungen eigene Wege. Er wird von  G.O.D. als Meisterschüler ausgewählt und kommt dem Verdächtigen so näher.

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  • Der Künstler ist fasziniert vom Tod. Er stattet ‚Alberich′ und Boerne einen Besuch in der Rechtsmedizin ab.

    Foto: © WDR/Wolfgang Ennenbach
  • Boerne erfährt mit dem Skalpell in der Hand, dass Zoltan Rajinovic alias G.O.D. für seine Kunst bis an die Grenze geht. Die Nähe zum Tod scheint ihn zu reizen.

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  • Doch ist der Exzentriker mit den vielen Facetten auch ein Mörder?

    Foto: © WDR/Wolfgang Ennenbach
  • „Wir haben einen kunstaffinen Serienmörder in Münster.″ In der Rechtsmedizin müssen Karl-Friedrich Boerne und Silke Haller einen weiteren Toten unter die Lupe nehmen, der in eine Skulptur verwandelt wurde.

    Foto: © WDR/Wolfgang Ennenbach
  • G.O.D. wartet im Verhörraum: Kann Kommissar Thiel ihm die Taten nachweisen? Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechtild Großmann) hat Zweifel.

    Foto: © WDR/Wolfgang Ennenbach
  • Eine weitere Leiche? Nadeshda Krusenstern und Frank Thiel sind zum Aasee geeilt, wo eine neue Skulptur aufgetaucht ist. Die Kuratorin des international anerkannten Kunstereignisses, Klara Wenger (Victoria Mayer, 2.v.l.), beobachtet den Polizeieinsatz.

    Foto: © WDR/Wolfgang Ennenbach
  • Am Tatort trifft Thiel auf "Vaddern" Herbert (Claus D. Clausnitzer, 3.v.rechts). Er kann dem Kommissar erklären, was hinter der Erweiterung des Kunstwerks "Giant Poolballs" steckt.

    Foto: © WDR/Wolfgang Ennenbach
  • Der Serienmörder ist weiter auf freiem Fuß. Können die Internationalen Skulptur-Tage in Münster so überhaupt eröffnet werden? Kuratorin Klara Wenger (Victoria Mayer, rechts) muss die ersten Gäste noch vertrösten.

    Foto: © WDR/Wolfgang Ennenbach
  • Die Staatsanwältin und Nika Wenger (Gertie Honeck, Mitte), die frühere Kuratorin der Internationalen Skulptur-Tage, kennen sich aus gemeinsamen Tagen in der Kommune. Kommissar Frank Thiel erfährt, dass er damals als kleiner Junge auch dort auftauchte.

    Foto: © WDR/Wolfgang Ennenbach
  • G.O.D. steckt in einer Krise und vertraut sich Nika Wenger an, die er schon lange kennt.

    Foto: © WDR/Wolfgang Ennenbach
  • Roland Wenger (Matthias Bundschuh) ist Nikas Sohn. Er steht im Schatten seiner erfolgreichen Schwester Klara, die jetzt als Kuratorin agiert. Während der Internationalen Skulptur-Tage in Münster kümmert er sich im Art-Hotel um die Künstler.

    Foto: © WDR/Wolfgang Ennenbach
  • Boerne versucht Thiel in der Kunstakademie von der Unschuld seines Meisters zu überzeugen.

    Foto: © WDR/Wolfgang Ennenbach
  • Wer steckt hinter den Morden? Und schlägt der Täter bei der Eröffnung der Skulptur-Tage erneut zu? Thiel gerät bei seinen Ermittlungen unter Zeitdruck.

    Foto: © WDR/Wolfgang Ennenbach
  • Die Folge ‚Gott ist auch nur ein Mensch′ zeigt ein überzeichnetes Bild der Kunst-Szene. Münsteraner wird es freuen, dass sie in dem Tatort vieles aus ihrer Stadt wiedererkennen.

    Foto: © WDR/Wolfgang Ennenbach

Rekord verpasst

Dennoch bleibt der Skulpturen-Tatort deutlich hinter dem eigenen Rekord zurück. Im April schalteten noch 14,56 Millionen Zuschauer für den Fall „Fangschuss“ aus Münster ein - die beste Tatort-Quote der vergangenen 25 Jahre. Auch die Episoden „Schwanensee“ (13,69 Millionen Zuschauer), „Feierstunde“ (13,31 Mio.) und „Erkläre Chimäre“ (13,03 Mio.) liegen vor „Gott ist auch nur ein Mensch“.

Chronologie der Münster-Tatorte

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  • Der erste Münster Tatort „Der dunkle Fleck“. Erstausstrahlung 2002.

    Foto: Bernd Thissen
  • „Fakten, Fakten“, 2002.

    Foto: NDR/WDR/Michael Böhme
  • „Dreimal schwarzer Kater“, 2003.

    Foto: NDR/WDR/Michael Böhme
  • „Sag nichts“, 2003.

    Foto: SWR/WDR/Michael Böhme
  • „Mörderspiele“, 2004.

    Foto: WDR
  • „Eine Leiche zuviel“, 2004.

    Foto: WDR/Jürgen Thiele
  • „Der Frauenflüsterer“, 2005.

    Foto: WDR/Michael Böhme
  • „Der doppelte Lott“, 2005.

    Foto: ARD
  • „Das ewig Böse“, 2006.

    Foto: Nicole Fenneker dpa
  • „Das zweite Gesicht“, 2006.

    Foto: WDR
  • „Ruhe sanft“, 2007.

    Foto: Kirsten Neumann dpa
  • „Satisfaktion“, 2007.

    Foto: WDR/Trambow
  • „Krumme Hunde“, 2008.

    Foto: WDR/Guido Engels
  • „Wolfsstunde“, 2008.

    Foto: Wdr Uwe Stratmann
  • „Höllenfahrt“, 2009.

    Foto: WDR/Michael Böhme
  • „Tempelräuber“, 2009.

    Foto: ARD
  • „Der Fluch der Mumie“, 2010.

    Foto: ARD
  • „Spargelzeit“, 2010.

    Foto: WDR
  • „Herrenabend“, 2011.

    Foto: WDR
  • „Zwischen den Ohren“, 2011.

    Foto: Thomas Kost
  • „Hinkebein“, 2012.

    Foto: WDR
  • „Das Wunder von Wolbeck“, 2012.

    Foto: ARD
  • „Summ, Summ, Summ“, 2013.

    Foto: Martin Menke/WDR
  • „Die chinesische Prinzessin“, 2013.

    Foto: ARD
  • „Der Hammer“, 2014.

    Foto: ARD
  • „Mord ist die beste Medizin“, 2014.

    Foto: ARD
  • „Erkläre Chimäre“, 2015.

    Foto: WDR
  • „Schwanensee“, 2015.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • „Ein Fuß kommt selten allein“, 2016.

    Foto: ARD
  • „Feierstunde“, 2016.

    Foto: ARD
  • „Fangschuss“, 2017.

    Foto: ARD
  • „Gott ist auch nur ein Mensch“, 2017.

    Foto: WDR/Wolfgang Ennenbach
  • „Schlangengrube”, 2018

    Foto: Thomas Kost/WDR/ARD/dpa

Gespaltene Netzreaktionen

Im Netz bekam die aktuelle Tatort-Folge aus Münster nicht nur Lob: „Wie ein Weltmeister, der nicht merkt, dass seine großen Zeiten längst vorbei sind″, kritisiert ein Twitter-Nutzer. Andere ergötzen sich an den Anspielungen auf die realen Skulptur-Projekte in Münster und ein offensichtliches Pulp-Fiction-Zitat...

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