„Das ist für uns kein Thema“
WDR weist Spekulationen über eine Doppelfolge der Münster-Krimis zurück

Die Idee soll beim Bier in einer Drehpause entstanden sein: Wenn es schon zwei populäre Münster-Krimis gibt, könnten die Ermittler doch auch mal gemeinsame Sache machen, meinte die Bild-Zeitung. Am vergangenen Wochenende, als samstags Wilsberg ermittelte und sonntags die „Tatort“-Helden einen Mord aufzuklären hatten, war man ja schon nah dran.

Freitag, 15.11.2013, 16:11 Uhr

Skeptisch scheint Privatdetektiv Georg Wilsberg (Leonard Lansink, l.) auf dieser Fotomontage die ARD-Kollegen Boerne und Thiel (Jan Josef Liefers, M., und Axel Prahl) anzuschauen. Sie kommen wohl nicht zusammen . . .
Skeptisch scheint Privatdetektiv Georg Wilsberg (Leonard Lansink, l.) auf dieser Fotomontage die ARD-Kollegen Boerne und Thiel (Jan Josef Liefers, M., und Axel Prahl) anzuschauen. Sie kommen wohl nicht zusammen . . . Foto: Gunnar A. Pier

„Eine wirklich gute Idee“, wurde gestern ZDF-Fernsehspielchef Reinhold Elschot , der selbst in Münster studiert hat, zitiert. Zumal die Idee im Prinzip schon Vorläufer hatte, wie Krimi-Fans wissen. Denn der Einfall, am Samstag bei Wilsbergs Ermittlungen Kommissar Thiel und Rechtsmediziner Boerne auftreten zu lassen, die den Fall dann am Sonntag übernehmen, erinnert an eine bewährte Kooperation: Mehrfach haben die „Tatort“-Teams aus Köln und Leipzig schon einander geholfen. So führte die Krimifolge „Quartett in Leipzig“ Freddy Schenk und Max Ballauf von Köln aus zu ihren Kollegen nach Sachsen, im „Rückspiel“ kamen Bruno Ehrlicher und Kommissar Kain an den Rhein. Und vor Kurzem erst führte das ZDF seine verschiedenen „Soko“-Teams in einer mehrtägigen Ermittlung zusammen.

Das größte Problem bei einer zeitweiligen Zusammenführung der beiden Teams: Sie arbeiten ja nicht nur an unterschiedlichen Wochentagen, sondern auch in unterschiedlichen Kanälen. Wilsbergs ZDF und der „Tatort“-Sender ARD müssten zusammenfinden. Sofort kamen schon gestern Bedenken, dass die Anstalten ihre Krimis ja auch wiederholen wollen – dazu wäre bei einer solchen Doppelfolge wohl zu viel Koordinationsarbeit in der Programmplanung nötig. Vor allem aber müssten die Drehbuchautoren sich gehörig anstrengen, das Personal der beiden Krimis sinnvoll zu vereinen: Gesetzt wären zwar Wilsberg als Privatdetektiv mit seinen Getreuen Ekki und Alex auf der einen Seite und Gerichtsmediziner Professor Boerne auf der anderen. Was aber würde aus ZDF-Kommissarin Springer samt Overbeck, wenn plötzlich Thiel aufkreuzt? Und wie käme sie dann mit Staatsanwältin Klemm zurecht?

Einen Vorteil zumindest hätte die Zusammenarbeit: Wilsberg könnte sich von Thiels Vater im Taxi chauffieren lassen. Und im „Tatort“ würde nach vielen Jahren endlich mal das Wort „Bielefeld“ fallen. Aber WDR-Sprecherin Barbara Feiereis winkt auf Anfrage unserer Redaktion entschlossen ab: „Das ist für uns kein Thema!“

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