Skurrile Gestalten, kuriose Morde
Die Highlights aus einem Jahrzehnt Münster-„Tatort“

Happy Birthday, „Tatort“ Münster! Seit zehn Jahren ermitteln der schnoddrige Kommissar Frank Thiel und der selbstverliebte Rechtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne in Münster. In dieser Zeit hat das ungleiche Duo unter den Augen von Millionen Fernsehzuschauern kuriose Morde geklärt und skurrilen Gestalten hinterhergeschnüffelt. Ein Rückblick in Stichworten.

Montag, 19.11.2012, 19:11 Uhr

Skurrile Gestalten, kuriose Morde : Die Highlights aus einem Jahrzehnt Münster-„Tatort“
Die Schauspieler (l-r) als Rechtsmediziener Prof. Karl-Friedrich Boerne, Axel Prahl als Kommissar Frank Thiel und Christine Urspruch als Assintentin Alberich. Foto: dpa

Der erste Fall: „Der dunkle Fleck“ holte 2002 rund 8,8 Millionen Zuschauer vor die Fernsehschirme. Nach seiner Versetzung nach Münster muss Kommissar Thiel sich nicht nur mit dem schnöseligen neuen Kollegen Boerne, sondern auch mit einer Moorleiche herumschlagen.

Die Pathologie: spielt in keinem anderen „Tatort“ eine so wichtige Rolle wie in Münster. Die bekannte Rechtsmedizin in der Universitätsstadt gab 2002 den Ausschlag, mit Professor Karl-Friedrich Boerne einen Pathologen als Ermittler einzusetzen.

Die Einschaltquoten: Münster hat in schöner Regelmäßigkeit die höchsten innerhalb der „Tatort“-Reihe. Die meisten Zuschauer sahen die Folgen „Herrenabend“ (11,8 Mio./32,9 Prozent Marktanteil), „Hinkebein“ (11,8 Mio./30,7 Prozent) und „Spargelzeit“ (10,5 Mio./29,3 Prozent).

Die Drehorte: Gedreht wird in Köln, Bonn und Münster. Die Münsteraner beschweren sich häufig, dass ihre Stadt zu wenig im „Tatort“ zu sehen sei. Meist hält der Prinzipalmarkt als Kulisse her. Drehorte waren aber etwa auch schon das Schloss, der Domplatz, der Zentralfriedhof, das Rathaus, der Hafen, Bahnhof und der Aasee.

Das größte Missgeschick: Beim Dreh für die Folge „Fluch der Mumie“ (2010) geht das Fluchtauto unfreiwillig im Münsterschen Hafenbecken baden. Der missglückte Stunt wird zum Stadtgespräch.

Die Leichen: im Münster-„Tatort“ sind so skurril wie die Fälle. Tote tauchen als Mumie auf, werden gefönt, von Anglern aus dem See gefischt oder haben Unmengen Rotwein und Trüffel im Magen.

Tiere: sind unverzichtbarer Bestandteil des „Tatorts“ aus der Provinz. Mitgespielt haben unter anderem ein kastrierter Zuchthengst, eine Dogge so groß wie Boernes Assistentin „Alberich“ und eine Ziege, die Beweismittel vertilgt und deshalb auf Boernes OP-Tisch landet.

Der Fußball: Thiels große Leidenschaft. Der Fan des FC St. Pauli sitzt am liebsten mit einem Bier in der Hand und Fanschal um den Hals vor dem Fernseher, um ein Spiel seiner Lieblingsmannschaft zu sehen.

Der alte Bekannte: In seiner ersten „Tatort“-Rolle spielte der heutige Dortmunder Ermittler Jörg Hartmann in der Folge „Spargelzeit“ den Spargelkönig Martin Pütz.

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