Deutsch-niederländisches Forschungsprojekt
Gemeinsam gegen Mikroorganismen

Münster -

Bakterien und Pilze haben in Sanitärbereichen, Krankenhäusern, Klima- und Lüftungsanlagen, Küchen und Lebensmittelbetrieben nichts zu suchen. Den Mikroorganismen sagen münsterische Akteure im Rahmen eines deutsch-niederländischen Forschungsprojekts ab sofort den Kampf an.

Dienstag, 05.04.2016, 17:04 Uhr

Den Förderbescheid über 4,7 Millionen Euro nahmen Martin Gründkemeyer (r.) und Victor van den Chijs (M.) von Karl-Uwe Bütof (l.) entgegen.
Den Förderbescheid über 4,7 Millionen Euro nahmen Martin Gründkemeyer (r.) und Victor van den Chijs (M.) von Karl-Uwe Bütof (l.) entgegen. Foto: Martijn Slont

Das Gesamtbudget für die Fortentwicklung antimikrobieller Oberflächen und Membrantechnologien liegt bei mehr als 6,5 Millionen Euro. Das innovative grenzüberschreitende Vorhaben wird mit 4,7 Millionen Euro im Rahmen des so genannten Interreg-Programms kofinanziert, heißt es in einer Pressemitteilung.

Beim offiziellen Start im Kennispark in Enschede betonte Projektinitiator Martin Gründkemeyer , Geschäftsführer des Netzwerks Oberfläche NRW mit Sitz im Technologiehof Münster : „Die Produkt- und Prozessinnovationen der Oberflächentechnologie in der Grenzregion werden durch das Projekt nachhaltig gesteigert.“ Vor zirka 130 Teilnehmern nahmen Gründkemeyer und Victor van den Chijs, Präsident der Universität Twente in Enschede, den Bewilligungsbescheid der Millionenförderung von Karl-Uwe Bütof aus dem NRW-Wirtschaftsministerium freudestrahlend entgegen.

Das Projekt mit dem Namen „Sustainable Surfaces & Membranes (S²M)“ wird von der Biologin Dr. Wiebke Wesseling koordiniert. Ihre Stelle konnte durch die bewilligte Förderung neu geschaffen werden. Aus Münster sind an dem Projekt das Institut für Molekulare Mikrobiologie und Biotechnologie der Universität sowie die Fachhochschule, das Institut für Nachhaltige Ernährung (iSuN) der FH und die Transferagentur FH Münster GmbH beteiligt. Die Akteure der Fachhochschule verfügen mit insgesamt fast 1,6 Millionen Euro über das größte Budget. Zu den weiteren Partnern aus der Westfalenmetropole zählen die nanoAnalytics GmbH und die Mikrobiologisches Labor Dr. Michael Lohmeyer GmbH.

Der Schwerpunkt des Projekts liegt in der Entwicklung antimikrobieller Oberflächen. Sie kommen in Beschichtungen für den Außeneinsatz, in hygienisch sensiblen Bereichen oder in antimikrobiellen Kleb- und Dichtstoffen in Sanitärbereichen und Kühlräumen zum Einsatz. Des Weiteren liegt der Fokus auf der Entwicklung und Optimierung von Membranen, die in Lebensmittelverpackungen, in der Lebensmittelproduktion – zum Beispiel in der Trinkwasseraufbereitung und Milchfiltration – oder in Brennstoffzellen genutzt werden.

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