Ratschlag
Westfalen sollen nicht nur jammern

Münster -

Die Westfalen sollen selbstbewusster gegenüber dem Rheinland auftreten und weniger jammern. Das sagt CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Sternberg – und noch einiges mehr.

Donnerstag, 07.04.2016, 20:04 Uhr

Hält sich eine Kandidatur für die Landtagswahl offen: Prof. Dr. Thomas Sternberg (CDU).
Hält sich eine Kandidatur für die Landtagswahl offen: Prof. Dr. Thomas Sternberg (CDU). Foto: Jürgen Peperhowe

Ob er im Mai 2017 erneut für den Landtag kandidieren wird, lässt der CDU-Abgeordnete Prof. Dr. Thomas Sternberg (63) aus Münster offen: Man wolle die Entscheidung, wer in den beiden münsterischen Wahlkreisen antritt, erst vor den Sommerferien bekannt geben, begab sich der Politiker und Präsident des Zen­tralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) bei einem Redaktionsbesuch unserer Zeitung ganz auf die hiesig verabredete Parteilinie.

Gerne setze er sich indes mit NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze ( SPD ) auseinander, die kürzlich erklärt hatte, im Wissenschaftsbereich viel für Münster erreicht zu haben. „Da ist eine Menge dabei, das unter Pinkwart geplant und angestoßen wurde“, verwies Sternberg auf die Arbeit von Schulzes Amtsvorgänger von der FDP.

Im Fall einer neuerlichen Kandidatur im Wahlkreis Münster-Süd würde Sternberg wieder gegen Svenja Schulze antreten. Bei der vergangenen Wahl zog er dort im Duell um das Direktmandat den Kürzeren.

Mit Blick auf die anstehende Landtagswahl sieht der Christdemokrat die rot-grüne Regierung in Düsseldorf als „entzaubert“ an. Riesige Problembereiche seien nicht angepackt worden, so seine Kritik. „NRW rutscht in eine Depression“, befürchtet er.

In der Debatte um eine mögliche Benachteiligung des westfälischen Landesteils sprach sich der CDU-Parlamentarier für eine selbstbewusstere Haltung gegenüber dem Rheinland aus. Sodass eben nicht der Eindruck aufkomme, in Westfalen „stehen welche, die jammern“.

Zugleich forderte Sternberg: „Ich will, dass wir hier in Münster Einrichtungen haben, die für das ganze Land zuständig sind.“ Dabei ist nach bedauernder Einschätzung des CDU-Landtagsabgeordneten ein abnehmender Trend zu verzeichnen. Allerdings warnte Sternberg die Akteure vor dem Fehler, allein das Münsterland als Westfalen begreifen zu wollen. „Da mache ich nicht mit.“

Die hitzigen Debatten in Münster um einen Zuschuss für den dort im Jahr 2018 stattfindenden Katholikentag sieht der im vergangenen Jahr gewählte ZdK-Präsident rückblickend gelassen. Er empfiehlt eine „unideologische“ Betrachtung – „weniger kirchlich als sachlich“ – gemäß der Marschroute: Was kostet es, was kommt heraus? Die münsterische Debatte habe auch etwas mit der damaligen Oberbürgermeister-Wahl zu tun gehabt. Dass sich die Debatte in dieser Form in anderen Städten wiederholen wird, erwartet der ZdK-Präsident deshalb nicht, räumt aber ein: „Die Anfragen werden schärfer werden.“  

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