Bebauung von Kasernen
Stadt soll das Risiko nicht allein tragen

Münster -

Die Bebauung von Kasernen sind Mega-Projekte. Die FDP will, dass die Stadt deren Risiko nicht alleine trägt.

Freitag, 08.04.2016, 09:04 Uhr

Die Bebauung von Kasernen-Arealen - hier die Oxford-Kaserne bei einem Tag der offenen Tür - sind Großprojekte.
Die Bebauung von Kasernen-Arealen - hier die Oxford-Kaserne bei einem Tag der offenen Tür - sind Großprojekte. Foto: mfk

Die geplante Umwandlung der York-Kaserne in Gremmendorf und der Oxford-Kaserne in Gievenbeck sind Mega-Projekte, sowohl städtebaulich als auch finanziell: Rund 2500 Wohnungen sollen insgesamt gebaut werden, darüber hinaus die komplette Infrastruktur für die neuen Quartiere mit Straßen, Plätzen, Kitas, Geschäften und öffentlichen Einrichtungen.

Eine Projektgesellschaft, gegründet von der Stadt und dem städtischen Tochterunternehmen Wohn- und Stadtbau, soll dieses Mega-Projekt stemmen.

Bei einem Pressegespräch hat die FDP-Ratsfraktion jetzt den Vorschlag unterbreitet, in die Projektgesellschaft weitere Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft einzubinden, um die Risiken zu minimieren und überdies die absehbare Überforderung bei der Stadtverwaltung sowie der Wohn- und Stadtbau zu vermeiden.

Auch wenn private Beteiligte in dem FDP-Konzept nur eine Minderheitsbeteiligung an der neuen Gesellschaft erwerben können, will die FDP nicht auf „deren „Fachkompetenz und auf deren Finanzausstattung“ verzichten.

Nach den aktuellen Planungen soll 2018 die Bebauung der beiden Kasernen mit Wohnungen beginnen. Kritisch wies die FDP-Fraktionschefin Carola Möllemann-Appelhoff in dem Pressegespräch darauf hin, dass die Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) als aktuelle Eigentümerin der Grundstücke schon sehr lange andauern. „Offenbar ist es nicht leicht, eine Preisvereinbarung zu treffen“.

Angesichts der offenbar sehr hohen Kaufpreiserwartung der Bima sei es für die Stadt Münster um so wichtiger, „die Wirtschaftlichkeit des Projektes“ im Auge zu behalten. Der Schulterschluss der Stadt mit weiteren Mitstreitern aus der Immobilienwirtschaft könne da nur von Vorteil sein.

Als Vorbild betrachtet die FDP die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen LEG bei der Entwicklung von Gievenbeck-Südwest.

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