Stadt investiert an Kanalstraße in den Hochwasserschutz
Dickerer Durchfluss, höherer Deich und neues Pumpwerk

Münster -

Ihre Pläne zum Hochwasserschutz an der Kanalstraße stellte die Stadtverwaltung vor. Unter anderem soll ein Deich erhöht werden.

Freitag, 15.04.2016, 21:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 15.04.2016, 21:00 Uhr
Die Experten aus dem Tiefbauamt sowie der Bezirksbürgermeister Münster-Mitte informierten (v.l.): Karin Zurborn, Simon Verrieth, Christiane Bömer, Berthold Reloe, Gerhard Rüller und Bezirksbürgermeister Peter Fischer-Baumeister.
Die Experten aus dem Tiefbauamt sowie der Bezirksbürgermeister Münster-Mitte informierten (v.l.): Karin Zurborn, Simon Verrieth, Christiane Bömer, Berthold Reloe, Gerhard Rüller und Bezirksbürgermeister Peter Fischer-Baumeister. Foto: lat

Es ist nicht ganz zwei Jahre her, als das Jahrhundert-Hochwasser Münster heimsuchte. Um ähnliche Überflutungen künftig zu vermeiden, hat das Tiefbauamt Maßnahmen zum Hochwasserschutz ausgearbeitet – beispielsweise für den Bereich entlang der Kanalstraße . Die Pläne stellte die Verwaltung am Donnerstagabend in der Aula der Realschule im Kreuzviertel interessierten Anwohnern vor.

Sie sieht mehrere Maßnahmen vor: Zunächst einmal soll der Deich an der Kanalstraße um 80 Zentimeter erhöht und um 50 Zentimeter verbreitert werden. Geplant ist ein Deich nach „Nordseeart“. Viel bindiges Erdreich wie Lehm und Ton sollen zukünftige Wassermassen aufhalten.

Zudem plant das Tiefbauamt einen Neubau der Brücke an der Landwirtschaftskammer. Ziel ist es hier, den Durchflussquerschnitt der Aa zu vergrößern – ebenso wie bei der Brücke an der Wibbeltstraße , die bei Umbaumaßnahmen zusätzlich auf eine Spannweite von 36 Metern erweitert werden soll. Auf die Barrierefreiheit werde dabei geachtet, sagte Simon Verrieth , Ingenieur in Fachstelle Straßenplanung.

Auch soll ein modernes Pumpwerk gebaut werden, das bei starken Regenfällen das Wasser in die Aa befördert soll. Und da bei dieser Maßnahme einiges an Asphalt aufgerissen werden muss, möchte das Tiefbauamt die Gelegenheit gleich nutzen und Teile der Fahrbahn und des westlichen Fuß- und Radweges zwischen Lublinring und Wibbeltstraße sanieren. Zu guter Letzt soll der Aa wieder ein wenig Platz zurückgegeben werden, den die Deicherhöhung ihr nimmt und den sie im Falle einer Überschwemmung benötigt.

Bis allerdings der erste Meter Deich aufgeschüttet werden kann, müssen noch die politischen Beschlüsse gefasst sowie einige Gutachten und Genehmigungen eingeholt werden – so der Standsicherheitsnachweis des Deiches und die Genehmigung der Unteren Wasserbehörde. Zum jetzigen Zeitpunkt geht die Stadtverwaltung von einem Abschluss aller Maßnahmen in drei bis vier Jahren aus.

Mindestens sechs Millionen Euro werden die Maßnahmen kosten. Wie genau diese Summe finanziert wird, ist noch unklar, zum Bespiel, ob und wie viel Geld von Bund und Land beigesteuert wird und was auf die Anwohner entfällt.

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