Mühlhausen ehrt Klaus Meier
Das Mühlhausen-Gen im Herzen

Mühlhausen -

Für den Initiator der Städtefreundschaft zwischen Münster und Mühlhausen, Klaus Meier, gab es einen Empfang aus Anlass seines 80. Geburtstages.

Montag, 02.05.2016, 08:05 Uhr

Oberbürgermeister Johannes Bruns, der Jubilar Klaus Meier mit Gattin Erika und Bürgermeisterin Beate Sill am Freitag während des Festempfangs in der Großen Ratsstube in Mühlhausen.
Oberbürgermeister Johannes Bruns, der Jubilar Klaus Meier mit Gattin Erika und Bürgermeisterin Beate Sill am Freitag während des Festempfangs in der Großen Ratsstube in Mühlhausen. Foto: Reiner Schmalzl

Die Sanierung eines baufälligen Pavillons auf der Stadtmauer, der Neuguss zweier Glocken für St. Jakobi, ein Kirchenfenster für St. Martini und die Restaurierung der historischen Wetterfahne des Rabenturms zählen zu den herausragenden Projekten, die der münsterische Verein „Freunde Mühlhausens“ seit der deutschen Wiedervereinigung maßgeblich gefördert hat. All diese Dinge kamen in erster Linie durch das engagierte Wirken des gebürtigen Mühlhäusers Klaus Meier zu Stande.

Für den Ehrenbürger und Botschafter der Stadt Mühlhausen sowie langjährigen Geschäftsführer des Münsteraner Fördervereins gab es jetzt einen Empfang anlässlich seines am 23. April begangenen 80. Geburtstages im Mühlhäuser Rathaus. Er sei es gewesen, der die Städtefreundschaft erfolgreich auf den Weg gebracht habe, sagte Oberbürgermeister Johannes Bruns (SPD) in seiner Laudatio. „Er hat das Mühlhausen-Gen und die Stadt in seinem Herzen.“

Dass Klaus Meier auch wirklich ein waschechter Mühlhäuser ist, belegte Bruns anhand städtischer Dokumente. So wohnte der zehnjährige Klaus 1946 mit seiner Mutter Martha Meier in der Jakobistraße 10, während der Vater Rudolf Meier noch in Kriegsgefangenschaft war. Klaus Meier stammt aus einer Bäckerfamilie, was beispielsweise eine Brötchen- beziehungsweise Kaffeetüte der Bäckerei Frohne belegt. Ein solch seltenes originales Exemplar wurde ihm aus dem Fundus der Stadt überreicht.

„Deine Republikflucht vom Osten in den Westen war für Mühlhausen ein Glücksfall“, sagte Edgar Schmerbauch vom Stadtverband der CDU angesichts der lebendigen Städtefreundschaft seit der Wende, die vor allem die Handschrift Meiers trägt.

Als Präsent bekam der Jubilar von den Christdemokraten ein kleines Gemälde seines Elternhauses, gemalt von einer russischen Künstlerin. Schmerbauch verlas zudem die Grußadresse der Landtagsabgeordneten Elke Holzapfel (CDU), die am Freitag im Innenministerium Gespräche führte, um den Weg für eine Städtepartnerschaft zwischen Königsberg, dem heutigen Kaliningrad, und Mühlhausen zu ebnen: „Schon in den schweren Zeiten der Teilung unseres Vaterlandes hast Du Kontakte gepflegt, Wege und Pfade offen gehalten und Brücken gebaut.“

„Hier, unter den Augen von Kaiser Maximilian II. und Oberbürgermeister Johannes Bruns darf ich erklären, dass ich mich im Moment ganz wohl fühle“, bedankte sich der Jubilar. Auch für dessen Gattin Erika gab es Applaus, nachdem OB Bruns betont hatte: „Hinter einem starken Mann muss auch eine starke Frau stehen.“

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