Architekturstudentinnen zeigen Entwürfe
Domgasse hat Potenzial

Münster -

In der untergehenden Abendsonne im Schatten des Doms präsentierten am Mittwochabend Studierende der münsterischen Architekturschule MSA Neuentwürfe für die Gestaltung der Domgasse.

Donnerstag, 09.06.2016, 17:06 Uhr

Präsentierten ihren Entwurf „Kulturcafé“ für die Domgasse (v.l.): die Architektur-Studentinnen Rebeka Flottmann und Janna Schnaars.
Präsentierten ihren Entwurf „Kulturcafé“ für die Domgasse (v.l.): die Architektur-Studentinnen Rebeka Flottmann und Janna Schnaars. Foto: bad

Bei dem Kooperationsprojekt mit dem Verein Münster-Modell war es dabei das Ziel, die historische Verbindung zwischen kirchlichem Domplatz und kommerziellem Zentrum mit neuem Leben zu füllen. Dabei lag das Hauptaugenmerk der Entwürfe darauf, das große Potenzial der wenig genutzten Gasse auszuschöpfen.

So betonte schon der Vorsitzende des Vereins und Mitbetreuer des Projekts, Stefan Rethfeld , in seiner Begrüßung im Projektraum am Prinzipalmarkt die besondere Bedeutung der Gasse für das Stadtbild und die Geschichte Münsters. „Klein, aber prominent. Versteckt und privat, zugleich aber stadtbekannt“, sei der Durchgang zwischen Dom und Prinzipalmarkt – und dennoch in den letzten Jahren wenig genutzt.

So habe es vielerlei Stimmen von Stadt über Kaufmannschaft bis zu den Anliegern gegeben, die sich für eine Neugestaltung ausgesprochen hätten. Die MSA Münster nahm sich dieses Anliegen zum Anlass, in einem Projektseminar aus dem Jahr 2014 die brachliegende Gasse zwischen lautem Einkaufstrubel und leisem Kirchenplatz in ihren Ideen der Neugestaltung aufzuwerten. „Wir haben dabei versucht, Inspiration zu liefen, die alten Gebäude mit neuem, attraktiven Wohnraum zu verweben“, erklärt die betreuende Professorin Kirsten Schemel.

Dabei herausgekommen sind architektonische Ideen, die für die Gasse ein Haus der Musik, Ausstellungsräume oder Gärten einplanen. Die Studentinnen Rebeka Flottmann und Janna Schnaars beispielsweise gestalteten ein Kulturcafé, das an die Rückfassade der alten Reichsbank anschließt. Hier könnten neben dem Café Konzerte und Ausstellungen einen Platz finden. „Unser Entwurf versucht, Neu und Alt zu kombinieren. Dabei haben wir die historische Fassade der Reichsbank mit einer modernen Glasfront verschmolzen“, erklärt Schnaars. „So kombiniert unser Entwurf das Altehrwürdige mit dem Modernen. Mit unserem Café wollen wir die Gasse wieder erlebbar machen“, ergänzt ihre Projektpartnerin Flottmann.

Die Entwürfe des Projektseminars wurden bereits im Jahr 2014 geladenen Gästen präsentiert und von der Stadt dankend zur Kenntnis genommen. „Trotz des nicht allzu dringenden Entwicklungswunschs, haben wir interessante Anregungen zur Umgestaltung geliefert. Vielleicht können in Zukunft dennoch Elemente übernommen werden“, fasste Gastgeber Rethfeld die Entwürfe zusammen. Die Präsentation war Teil des Jubiläumsprogramms zum zehnjährigen Bestehen des Vereins Münster Modell.

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