Unibibliothek
„Platzticker“ zeigt freie Lernplätze an

MüNSTER -

Neuer Service der Unibibliothek: Ein „Platzticker“ zeigt ab sofort im Internet an, wo im Lesesaal noch Platz ist. Bald sollen weitere Bibliotheken hinzu kommen.

Sonntag, 17.07.2016, 08:07 Uhr

Wie viel Platz ist im Lesesaal der ULB? Burkard Rosenberger präsentiert die ULB-Homepage, auf der ab sofort zu erkennen ist, wie groß die Auslastung in Lesesaal und Recherchesaal ist.
Wie viel Platz ist im Lesesaal der ULB? Burkard Rosenberger präsentiert die ULB-Homepage, auf der ab sofort zu erkennen ist, wie groß die Auslastung in Lesesaal und Recherchesaal ist. Foto: kal

Es ist Mitte Juli, an den Hochschulen erreicht die Prüfungsphase ihren Höhepunkt. Wer in der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) lernen will, muss früh aufstehen, denn schon kurz nach der Öffnung füllt sich der Lesesaal . Spätestens um 11 Uhr ist er belegt – schlechte Zeiten also für Langschläfer.

Wie viele Plätze in der ULB aktuell zur Verfügung stehen, darüber informiert seit dieser Woche ein neues Online-Angebot der Bibliothek. Der „ Platzticker “ zeigt rund um die Uhr die Auslastung des Lesesaals sowie des vor allem von Gruppen genutzten Recherchesaals an. So können sich Studierende und andere ULB-Nutzer bereits zu Hause informieren, ob sich die Fahrt zum Krummen Timpen lohnt – oder ob man besser auf einen anderen Lernort ausweichen sollte.

„Der Platzticker ist nicht unsere Erfindung“, räumt Burkard Rosenberger, Leiter des Dezernats „Benutzung“ an der ULB, ein. Die Hochschulbibliotheken Karlsruhe , Mannheim und München bieten einen solchen Service bereits seit Längerem an. Weil er sich dort bewährt habe, ziehe man nun in Münster nach. Wobei der Platzticker noch deutlich ausgebaut werden soll. „In Münster gibt es rund 100 Bibliotheks-Standorte“, berichtet Rosenberger. „Wir planen, den Ticker schon bald für 20 bis 30 Standorte anzubieten“ – darunter die Bücherei im Stein-Haus sowie die Bibliotheken von Juristen und Wirtschaftswissenschaftlern.

Doch woher weiß die ULB überhaupt, wie voll die Hörsäle gerade sind? „Fast jeder Student hat ein Smartphone“, erläutert Rosenberger. Loggt sich ein Gerät automatisch in das WLAN der ULB ein, dann wird dies – anonym, wie er betont – registriert und an die Homepage, die den aktuellen Auslastungsstand anzeigt, weitergemeldet.

Hundertprozentig richtig seien die Zahlen nicht, sagt er – schließlich gibt es auch Studenten, die mit zwei Geräten den WLAN-Bereich betreten – oder solche, die gar keins dabei haben. Für diesen Fall werden die Zahlen mit Hilfe von Erfahrungswerten, die man in den vergangenen Monaten mit manuellen Zählungen gewonnen hat, angepasst. Das gilt auch für die Mittagszeit, wenn Studierende Richtung Mensen strömen, aber ihre Unterlagen auf den Tischen liegen lassen.

Auf der Homepage sind ab sofort auch Statistiken zu finden, die anzeigen, wie stark die Auslastung in den Tagen zuvor war. Zwischen 10 und 16 Uhr war der Andrang zuletzt am Größten.

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