Uni-Klinik verteilt Stofftiere an kleine Patienten
Weitere Nähpaten für Maskottchen Trudi gesucht

Münster -

Die Welt der Trudis ist groß und bunt. Kein Tier sieht aus wie das andere. Jedes Kind im Knochenmarktransplantations-Zentrum (KMT) am Universitätsklinikum Münster (UKM) bekommt so ein Maskottchen aus Stoff, das ihm während der schwierigen Zeit der Stammzellentransplantation zur Seite steht. Doch der Bestand wird knapp. Deshalb werden neue Paten für das Projekt „Nähe für Morgen“ gesucht, die anhand einer einfachen Nähanleitung für Trudi-Nachschub sorgen.

Donnerstag, 11.08.2016, 21:08 Uhr

Die Krankenschwestern der KMT-Station (v.l.), Kira Perk, Julia Hagemann und Mareike Hobing freuen sich zusammen mit Sabrina Raap (2. v. l.) und Lara Ludwigs (3. v. l.) über den Erfolg der Trudis und hoffen auf viele Nähpaten.
Die Krankenschwestern der KMT-Station (v.l.), Kira Perk, Julia Hagemann und Mareike Hobing freuen sich zusammen mit Sabrina Raap (2. v. l.) und Lara Ludwigs (3. v. l.) über den Erfolg der Trudis und hoffen auf viele Nähpaten. Foto: UKM/Fotozentrale

„Alles begann vor etwa drei Jahren. Im Zuge einer Seminararbeit haben wir Trudi ins Leben gerufen und seitdem ist es ein Herzensprojekt geworden“, berichten Sabrina Raap und Lara Ludwigs von „Nähe für Morgen“. „Die Resonanz nach dem ersten Aufruf war überwältigend. Knapp 70 Trudis sind zusammen gekommen. Doch so langsam werden die Maskottchen knapp. Deshalb brauchen wir unbedingt Nachschub.“

Helfen kann jeder. Voraussetzung sind nur Nadel, Faden oder Nähmaschine und der richtige Stoff. „Uns war besonders wichtig, dass die Nähanleitung einfach umzusetzen ist. Wir haben sogar Kinder, die Trudis nähen.“

Neben dem Maskottchen entwickelten die ehemaligen Studentinnen aus Münster in Zusammenarbeit mit Kommilitonen das Projekt weiter. Gemeinsam mit Illustrator David Scheffel entstand das Comic-Heft „Die Abenteuer deines Trudis“. Es zeigt den Kindern und ihren Eltern, wofür das Maskottchen gedacht ist. „Die Trudis sollen gerne mit zu Familienfeiern oder mit Freunden in die Schule genommen werden – quasi als Verbindung der kleinen Patienten auf der Isolierstation mit der Außenwelt“, erklärt Sabrina Raap.

Auch die Comic-Hefte mussten bereits nachgeordert werden. 250 Stück spendete eine Druckerei aus Greven an das UKM. Als Folgeprojekt entwickelte Lukas von Berg zusammen mit den Initiatorinnen einen Film, der vor dem ersten Besuch spielerisch informieren soll und die Zeit auf der KMT-Station wie eine Schiffsfahrt erzählt.

Das Projekt wird vom Freundeskreis KMT Münster unterstützt.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4222129?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F3814581%2F4848486%2F4848491%2F
Eltern zwischen Angst und Hysterie
Noch ist keinem Kind wirklich etwas passiert – dennoch sind die Eltern in den Schul- und Kita-Bezirken, in denen Jungen und Mädchen von Fremden angesprochen wurden, in großer Sorge.
Nachrichten-Ticker