Neuer Pfarrer für Heilig Kreuz
Der Neue in Heilig Kreuz

Münster -

Pfarrer Stefan Jürgens übernimmt die Gemeinde Heilig-Kreuz. Am Sonntag (21. August) wird er offiziell in sein Amt eingeführt.

Mittwoch, 17.08.2016, 11:00 Uhr
Pfarrer Stefan Jürgens in seiner neuen Wirkungsstätte: Der neue Pfarrer von Heilig Kreuz hat gerade seine Wohnung bezogen und wird am kommenden Sonntag offiziell mit einem Festgottesdienst in sein Amt eingeführt.
Pfarrer Stefan Jürgens in seiner neuen Wirkungsstätte: Der neue Pfarrer von Heilig Kreuz hat gerade seine Wohnung bezogen und wird am kommenden Sonntag offiziell mit einem Festgottesdienst in sein Amt eingeführt. Foto: Matthias Ahlke

Sein Name steht schon auf dem Klingelschild. Seine Kisten sind ausgepackt. 200 Stück . . . Bilder schmücken die hellen Wände, Bücher stehen akkurat in Reih und Glied in den Regalen. Sein Klavier ist heil übergekommen, die Orgel auch. Das Auto parkt in der Garage. „Das werde ich wohl nicht mehr häufig brauchen“, sagt Stefan Jürgens ganz pragmatisch. Kurzum: Der neue Pfarrer von Heilig Kreuz ist eingezogen.

Und das hat perfekt geklappt. Am Mittwoch vor einer Woche hat er angefangen, am Montag sieht es in der Dienstwohnung an der Hoyastraße fast so aus, als habe er schon immer dort gewohnt. „Ich kann ganz gut organisieren“, sagt der 48-Jährige über sich selbst. Eingezogen ist er innerhalb von fünf Tagen. Bis er „richtig angekommen“ ist in seiner neuen Gemeinde, das wird wohl länger dauern. Nach zehn Jahren als Pfarrer von St. Otger (Stadtlohn) schlägt der Geistliche nun in Heilig Kreuz auch für sich persönlich ein ganz neues Kapitel auf: „Ich kannte hier ja bisher niemanden.“ Das ändert sich schnell: Die ersten Traugespräche hat er schon geführt, am Sonntag (21. August) wird er in einem Festgottesdienst um 10.30 Uhr offiziell in sein Amt eingeführt, eine Woche später beim Kreuzviertelfest ist er schon für zwei Stunden Zapfdienst am Getränkestand eingeteilt . . .

Für ihn bedeutet der Wechsel auch: Umzug aus einer ländlichen Region mit 16 000 Gläubigen mitten in ein städtisches Umfeld mit 10 000 Gemeindeangehörigen. „Als „spannend und herausfordernd“ beschreibt er die neue Aufgabe, für die er absolut kein fertiges Konzept aus der Schublade ziehen wird. Er will zunächst einmal gut zuhören, hinhören, sieht sich als Teamplayer, aber auch als denjenigen, der als Leiter einer Pfarrei Entscheidungen nicht allein treffen, aber sehr wohl moderieren möchte.

Bei allem wünscht er sich, „die Gegenwart Gottes deutlich zu machen, den Menschen im Glauben zu begegnen, sich mit ihnen auch kontrovers auszutauschen. Keineswegs sei er ein Pfarrer, „der auf Akquise aus ist“ und seine Arbeit an der Zahl der Menschen im sonntäglichen Gottesdienst misst. Vielmehr fühle er sich als ein „Spielmann Gottes“: Humor ist ihm wichtig, unverkrampft und nicht verbissen an die Menschen und den Glauben heranzugehen. Und auch seine Liebe zur Musik steckt er in diesen Begriff vom „Spielmann“.

An den Namen seiner neuen Gemeinde muss sich Stefan Jürgens, der 1994 zum Priester geweiht wurde, nicht mehr gewöhnen: Es ist seine dritte Heilig-Kreuz-Wirkungsstätte: 1993 war er Diakon in Bocholt Heilig Kreuz, 2002 bis 2006 Geistlicher Rektor der Katholischen Akademie in Cloppenburg-Stapelfeld sowie Pfarrer der dortigen Heilig-Kreuz-Gemeinde.

An seine „alte“ Gemeinde St. Otger übrigens denkt er bei jeder Tasse Kaffee: Sie hat ihm einen Kaffeevollautomaten zum Abschied geschenkt – und daran hat der Pfarrer große Freude. Auch an seiner neuen Küche. Wobei er zugibt: „Kochen ist eines der Dinge, die ich noch lernen muss.“

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