„Treibgut“-Konzertreihe
Zu Boote, zu Lande und in der Luft

Münster -

Die Konzertreihe „Treibgut“ hat sich in die Herbstpause verabschiedet. Beim vorerst letzten Konzert der Reihe stand unter anderem die münsterische Formation Frink auf der Bühne.

Montag, 22.08.2016, 18:08 Uhr

Am Samstagabend fand das letzte Treibgut-Konzert in diesem Jahr statt. Unter anderem trat die Band „Frink“ auf.
Am Samstagabend fand das letzte Treibgut-Konzert in diesem Jahr statt. Unter anderem trat die Band „Frink“ auf. Foto: jkk

Für die Fans der Konzertreihe Treibgut “ hieß es am Samstagabend vor der stimmungsvollen Kulisse des Stadthafens Abschied nehmen – das Boot „MS Anaconda“ hat vorerst als schwimmende Bühne ausgedient. Zum vierten Mal in diesem Jahr hatten Newcomer und gestandene Größen der Szene die Möglichkeit, ihre Musik von dieser außergewöhnlichen Location aus zu präsentieren. „Singen zu Boote, zu Lande und in der Luft“ – das Motto der Konzertreihe ist mittlerweile stadtbekannt. Robert Kiesel , Don Simon und das Monopol, Frink und Captain’s Diary sorgten mit ihren Live-Auftritten für den passenden Soundtrack zum spätsommerlichen Sonnenuntergang.

„Das Streben nach Geld, das ist doch nicht angeboren“, sang Robert Kiesel mit rauchiger Stimme. Die Themen seiner Songs sind breit gefächert, auf eine Geschichte über einen einsamen Cowboy folgt ein Song über eine unerfüllte Liebe. Der Münsteraner Sänger Simon alias „Don Simon und das Monopol“ bewies schon zu Beginn seines Auftritts, dass die Moderatorin Morina Miconnet nicht übertrieb, als sie ihn als „unverschämt frech“ anmoderierte – er verbot seinem Publikum das Klatschen.

„Wenn ihr da vorne weiter auf die Eins klatscht, dann klatscht gleich etwas anderes“, witzelte er. Seine Texte sind direkt und innovativ; dass der Songwriter und Poetryslammer bei einigen Zuhörern aneckte, war bei Titeln wie „Pornos gucken und kiffen“ keine Überraschung.

Die bunten Lichter des Hafens spiegelten sich im Wasser, als die münsterische Band „Frink“ die Bühne betrat. Sänger Frank Romeike war an diesem Abend in doppelter Mission unterwegs: Er trat auf und war gleichzeitig Mitorganisator der Veranstaltung. Gemeinsam mit Herbie Streckmann erzählte er Geschichten, die das Leben schreibt.

Abgerundet wurde der Abend vom Oberhausener Sebastian Müller, in der Szene bekannt als Captain’s Diary. Mit melancholischem Songwriting brachte er seine Zuhörer zum Träumen.

Das Organisations-Team um Frank Romeike möchte Newcomern auch 2017 eine attraktive Bühne zum Ausprobieren bieten. „Gerade Einzelkünstler haben es am Anfang schwer“, sagt er. Wie und wo „Treibgut“ im nächsten Jahr „anlegen“ wird, ist momentan noch unklar.

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