Gesamtschule Münster-Ost
Architektur folgt der Pädagogik

Münster -

Die neue Gesamtschule Münster Ost wird nach Plänen des Ahauser Architekturbüros „farwick + grote“ gebaut – aus Holz.

Dienstag, 30.08.2016, 20:08 Uhr

Heiner Farwick und Dagmar Grote mit dem Modell ihres Sieger-Entwurfs für die Gesamtschule Ost.  Das zweiflügelige Zentralgebäude mit Eingang findet sich an der Ecke Andreas-Hofer-/Manfred-von-Richthofen-Straße.
Heiner Farwick und Dagmar Grote mit dem Modell ihres Sieger-Entwurfs für die Gesamtschule Ost.  Das zweiflügelige Zentralgebäude mit Eingang findet sich an der Ecke Andreas-Hofer-/Manfred-von-Richthofen-Straße. Foto: Karin Völker

Der Neubau , besser die Neubauten, werden Münsters künftig größte städtische Schule beherbergen. Im Modell, das die neue Gesamtschule Münster-Ost zeigt und das seit Dienstagnachmittag in der Stadthausgalerie ausgestellt ist, wirkt die Schule filigran, leicht und luftig. Der Entwurf der Ahauser Architekten Dagmar Grote und Heiner Farwick ist, wie berichtet, als Sieger des Architektenwettbewerb unter 30 konkurrierenden Modellen gekürt worden, gerade wegen seiner Leichtigkeit und Transparenz, vor allem wegen der Struktur, die dem pädagogischen Konzept der neuen Schule entspricht, wie Schulleiterin Birgit Wenninghoff bei der Ausstellungseröffnung sehr zufrieden bemerkte.

Die Bauten der neuen Schule werden – laut Farwick „ein Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Klimaschutz“ – aus Holz errichtet. Keines der Gebäude wird höher als zweigeschossig sein, viele bodentiefe Fenster, viele Räume mit Zugang ins Freie. Um einen großen Schulhof herum ordnen sich die beiden Hauptflügel des Zentralgebäudes mit Aula, Mensa, Fachräumen und Verwaltungstrakt, zudem das kammartig konstruierte Gebäude, in dem die sechs Jahrgangsstufen jeweils zusammen ihre Räume haben, die Turnhalle und das bereits bestehende Gebäude der jetzt auslaufenden Gallitzin-Realschule. Hier wird die Oberstufe arbeiten und eine Kita untergebracht.

Das neue Gebäude-Ensemble auf dem 36 000 Quadratmeter großen Gelände an der Ecke Andreas-Hofer-/ Manfred-von-Richthofen-Straße wird architektonisch ungefähr das Gegenteil der bisherigen Bebauung mit der 13-geschossigen ehemaligen Oberfinanzdirektion, die derzeit abgerissen wird. Die Dezernenten Matthias Peck und Thomas Paal sowie Oberbürgermeister Markus Lewe würdigten die städtebauliche Qualität de Entwurfs. Die Ahauser Architekten haben in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Schulbauten in ganz Deutschland geplant. Auf der Liste findet sich auch die Ernst-Busch-Hochschule für Schauspielkunst in Berlin. Den Entwurf für die Gesamtschule haben die Ahauser zusammen mit den Kölner Landschaftsplanern „club L 94“ erarbeitet.

Die Jury setzte den Plan des Architektenteams „Broghammer, Jana, Wohlleber“ aus Zimmern ob Rottweil auf Platz zwei, Platz drei eroberte das Team „wulf-architekten“ aus Stuttgart.

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Die Ausstellung ist bis zum 11. September werktags von 10 bis 18, sonntags von 11 bis 15 Ihr in der Stadthausgalerie im Rathausinnenhof zu sehen.

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