Ausstellung im Mühlenhof
Gezeigt werden 100 „echte Breilmänner“

Münster -

Rudolf Breilmann eröffnete vor 60 Jahren in Münster sein erstes Atelier als selbstständiger Bildhauer, Maler und Grafiker. Jetzt zeigt der Mühlenhof bis zum 1. November 100 seiner Werke.

Donnerstag, 13.10.2016, 15:10 Uhr

Der Spökenkieker steht seit Jahren im Freilichtmuseum und ist ein „echter Breilmann“
Der Spökenkieker steht seit Jahren im Freilichtmuseum und ist ein „echter Breilmann“ Foto: Maren Prinz/Mühlenhof

Vor 60 Jahren eröffnete Rudolf Breilmann in Münster sein erstes Atelier als selbstständiger Bildhauer, Maler und Grafiker. Seitdem hat er sich insbesondere mit seinen bildhauerischen Arbeiten weit über seine Heimatstadt hinaus einen Namen gemacht, heißt es in einer Pressemitteilung.

In zahlreichen Orten des Münsterlandes zieren seine bronzenen Großplastiken heute öffentliche Plätze, sakrale und profane Gebäude. Schon gar nicht kommt man an seinen Werken in Münsters Innenstadt vorbei, wo sie zu deren unverwechselbarem Ambiente auf dezente Weise beitragen – ob die Friedenstaube am Rathaus oder die prachtvollen Bronzetüren der Martinikirche, der Hl. Nikolaus an der Bogenstraße oder der Hl. Nepomuk auf der Aa-Brücke am Bispinghof.

Ein „echter Breilmann“ zählt seit vielen Jahren auch zu den Sehenswürdigkeiten des Mühlenhofes . Im Auftrag der Vereinigung „Niederdeutsches Münster“ gestaltete der Künstler 1970 eine zur rustikalen Umgebung passende lebensgroße Bronzefigur, die einen in die Ferne schauenden Schäfer darstellt. Unter dem Titel „Spökenkieker“ erinnert sie nahe der Bockwindmühle an all jene Menschen, denen man einst seherische Fähigkeiten nachsagte.

Dem heute 87-jährigen Schöpfer des „Spökenkiekers“ widmet das Freilichtmuseum aktuell eine eigene Sonderausstellung. Bis zum 1. November präsentiert sie im Ausstellungshaus „Webers Kotten“ rund 100 Arbeiten. Alle Exponate stammen aus dem Privatbesitz von Rudolf und Renate Breilmann , die das Mühlenhofteam bei den Vorbereitungsarbeiten aktiv unterstützt haben.

Wer bisher nur Breilmanns Großplastiken kannte, wird von der Vielfalt der Ausstellungsstücke überrascht sein. Für farbige Akzente sorgen Serien von zarten Aquarellen mit Landschaftsimpressionen aus ganz Europa – Erinnerungen an die vielen Reisen, von denen Rudolf Breilmann sich immer wieder inspirieren ließ. Auch in einer Reihe von Zeichnungen hat er mit feinem Strich südliche Orte und Landschaften festgehalten. In hartem Kontrast stehen dazu seine ausdrucksstarken Holzschnitte mit Motiven aus der Tierwelt und der Mythologie.

Natürlich dürfen in einer Ausstellung die plastischen Werke nicht fehlen. Dabei reicht das Spektrum von bronzenen Plaketten bis zu figürlichen Darstellungen.

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Die Ausstellung wird bis zum 1. November gezeigt und ist jeweils dienstags bis sonntags zwischen 10 und 17 Uhr zu sehen.

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