Kirchort steht vor Veränderungen
St. Margareta feiert das rund Chor-Jubiläum

Münster -

(Aktualisiert) Für den Kirchort St. Margareta der Gemeinde St. Mauritz gab es am Sonntag gleich mehrere Gründe zu feiern. Der eigene Chor besteht 60 Jahre, das Patronatsfest des Kirchorts endete, und eine Neugestaltung steht bevor.

Montag, 24.10.2016, 18:10 Uhr

Pfarrer Hans-Rudolf Gehrmann (v.l.) ehrte Johannes Frickenstein, Margarete Vogelpohl, Beate Gogolin-Weidlich, Karin Schade und Elsbeth Lindenau.
Pfarrer Hans-Rudolf Gehrmann (v.l.) ehrte Johannes Frickenstein, Margarete Vogelpohl, Beate Gogolin-Weidlich, Karin Schade und Elsbeth Lindenau. Foto: Johanna Keck

Das alte Pfarrhaus - nicht das Pfarrheim, wie in einer ersten Version dieses Artikels berichtet - soll abgerissen werden. Es wird in dieser Woche geräumt, teilte der Leitende Pfarrer Hans-Rudolf Gehrmann mit. Die Büros - das Pfarrbüro, Kirchortkoordinator Ludger Picker , das ökumenische Sozialbüro Münster-Ost und das Seniorenbüro - ziehen auf die gegenüberliegende Straßenseite am Hegerskamp 4 und sind deshalb in dieser Woche nicht erreichbar. Das Pfarrbüro ist ab dem 4. November wieder geöffnet. Am 6. November werden die Räume nach dem Gottesdienst gesegnet.

Die Kirchengemeinde und die Alexianer Münster  GmbH stehen laut Gehrmann kurz vor einem Vertragsabschluss: Die Alexianer wollen das alte Pfarrhaus abreißen und dort ein Gebäude für ein soziales Wohnprojekt errichten. Der genaue Zeitplan für den Abriss und die Baumaßnahmen stehe noch nicht fest. Zum Abschied vom Pfarrhaus plane der Ortsgemeinderat eine „Abrissparty“. Außerdem werde es zu gegebener Zeit eine Informationsveranstaltung geben, in der die Gemeinde und die Nachbarn umfassend über das Wohnprojekt der Alexianer und die baulichen Aktivitäten informiert werden.

Noch offen ist die Zukunft von Kirche und Pfarrheim: Die nächsten Monate sollen genutzt werden, um einen lokalen Pastoralplan zu entwickeln, berichtet der Leitende Pfarrer. Dazu gehöre auch die Frage, welche Immobilien benötigt werden, um diesen Plan letztlich umzusetzen. 

Am Sonntag aber stand vor allem das runde Jubiläum des Chores im Mittelpunkt, der seit 60 Jahren besteht. Seit immerhin seit 46 Jahren singt Elsbeth Lindemann in der Chorgemeinschaft St. Margareta - und sie kann viel aus der Vergangenheit erzählen. „Alle Chöre haben etwas zu kämpfen. Früher, zu Hochzeiten, hatten wir sogar Austausch mit einem englischen Chor und mehr Konzerte.“

„In einem Chor ist es wie im echten Leben. Es gibt gute Zeiten und schlechte Zeiten“, stellt auch Karin Schade fest. Sie ist die Vorsitzende der Sänger. „Schon bevor die Kirche gebaut wurde, gab es unseren Chor.“ Nach dieser langen Zeit, in der die Mitglieder viel Energie gegeben haben, tut eine Pause gut.

Beim Fest wurde eine schöpferische Pause verkündet. „60 Jahre hat der Chor gesungen, Feste mitgestaltet, verschönert und aufgewertet“, so Pastoralreferent Ludger Picker. Für das Konzert am Sonntag hatten die Sänger noch einmal etwas Besonderes eingeübt. Zusammen mit dem Chor Liederkranz und dem Kirchenchor St. Mauritz hatten sie die Turmbläser-Messe von Fridolin Limbacher gesungen. Unterstützung gab es dabei von Blechbläsern. Insgesamt 60 Sänger begleiteten die Messe. 250 Personen hörten zu.

Zur Ehre der Sänger hatten die Gottesdienstbesucher die Sache auch einmal herumgedreht und ein Lied für den Chor gesungen, der dann unerwartet stumm bleiben durfte.

Ein besonderer Dank ging beim kleinen Fest danach an einige Mitwirkende des Chores. Besonders aber wohl an Beate Gogolin-Weidlich. Sie hatte kurzfristig für Michael Austenfeld die Chorleitung übernommen, nachdem dieser für längere Zeit aus gesundheitlichen Gründen verhindert war.

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