Ausstellung zur Taufe in der Reformation
„Die Macht des Wassers“

Münster -

Der Ritus der Taufe steht im nächsten Jahr im Zentrum einer Ausstellung im Stadtmuseum. Zum Start des Jubiläumsjahres „500 Jahre Reformation“ wurde das Konzept am Montag vorgestellt.

Mittwoch, 02.11.2016, 23:11 Uhr

Die Taufe wie bei Luther: Dr. Heike Plaß, Stadtmuseums-Direktorin Dr. Barbara Rommé und Superintendentin Meike Friedrich stellten am Montag die Ausstellung des kommenden Jahres vor.
Die Taufe wie bei Luther: Dr. Heike Plaß, Stadtmuseums-Direktorin Dr. Barbara Rommé und Superintendentin Meike Friedrich stellten am Montag die Ausstellung des kommenden Jahres vor. Foto: Oliver Werner

Viele Menschen erinnern sich an ihre eigene gar nicht – und das, obwohl das Ritual im Christentum eine wesentliche Rolle spielt. Zwischen Protestanten und Katholiken gibt es in diesem Punkt heute nicht mehr allzu viele Unterschiede. Doch das war nicht immer so: Während der Reformation herrschte wenig Einigkeit. Die Rede ist von der Taufe .

Das Sakrament steht im kommenden Jahr im Zen­trum einer Ausstellung im münsterischen Stadtmuseum . Pünktlich zum Start des Jubiläumsjahres „500 Jahre Reformation“ wurde das Konzept am Montag vorgestellt. Der Titel „Die Macht des Wassers – Taufen in der Reformation“ verrät bereits, was im Mittelpunkt stehen wird.

Meike Friedrich , Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Münster sowie Dr. Barbara Rommé, Direktorin des Stadtmuseums, erklärten die Details. „Wir versprechen uns von der Ausstellung eine verständliche Vermittlung des Themas für ein breites Publikum“, so Meike Friedrich. Mit der Taufe werde einer der wichtigsten Aspekte des christlichen Glaubens thematisiert.

Auch für Dr. Barbara Rommé ist die Taufe ein „ganz zentrales Feld“. Für sie ist aber auch etwas anders wichtig: „Ich will einen Anknüpfungspunkt an die Stadtgeschichte.“ Deshalb werden auch die Wiedertäufer eine Rolle spielen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehe die kontroverse Behandlung der Taufe während der Reformation, erläuterte Rommé. Flugblätter Luthers sowie seiner Gegner, Karikaturen, Taufgeschenke und -becken sowie digitale Animationen veranschaulichen das Thema. Ein weiterer wichtiger Bestandteil sei die bildliche Darstellung der Taufe.

Einen Bezug zur Gegenwart stellt das begleitende Programm her. Zur Einstimmung auf die Ausstellung, die erst am 31. August 2017 eröffnet wird, finden im Frühjahr Buchvorträge statt; einer davon unter der Regie von Dr. Heike Plaß, Referentin für Erwachsenenbildung im Evangelischen Kirchenkreis in Münster. Auch sie sitzt bei der Planung der Ausstellung mit am Tisch. Passend zum Start des Jubiläumsjahres ist ihr Buch „Luther – Wer wettert am originellsten?“ erschienen. Es stellt „Kunst, Kultur und Mentalitätshintergrund“ in der Reformationszeit dar. Bildbeispiele – Flugblätter und Karikaturen – zeigen, „wie man miteinander umgegangen ist“. Das Buch stellt einen „Brückenschlag von der Geschichte in die heutige Zeit dar“, erläutert die Autorin. Neben den Vorträgen stellen auch Veranstaltungen für Kinder einen Bezug zur heutigen Zeit her.

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