Katholikentag
Willkommen im Kernland

Münster -

Im Mai 2018 findet der Katholikentag in Münster statt. Ein Teil davon ist schon da.

Mittwoch, 16.11.2016, 22:11 Uhr

Die Katholikentag-Geschäftsstelle ist gemeinsam mit dem Studentenwohnheim am Breul 23 untergebracht. Hier bereiten unter anderem (v.l.) Dr. Martin Stauch, Miriam Schmidt, Uwe Röcher, Thomas Arzner und Stefan Wallukat die Großveranstaltung 2018 vor.
Die Katholikentag-Geschäftsstelle ist gemeinsam mit dem Studentenwohnheim am Breul 23 untergebracht. Hier bereiten unter anderem (v.l.) Dr. Martin Stauch, Miriam Schmidt, Uwe Röcher, Thomas Arzner und Stefan Wallukat die Großveranstaltung 2018 vor. Foto: Oliver Werner /da (4)

Stefan Wallukat steht vor einem Stapel von Kartons, daneben liegen in dem ansonsten kahl wirkenden Büro die Einzelteile eines Schreibtisches. „Die Möbel werden regelmäßig auf- und abgebaut“, sagt der 53-Jährige. Gerade ist wieder Aufbauzeit. Die Geschäftsstelle für den 101. Deutschen Katholikentag richtet sich am Breul 23 häuslich ein. Schließlich soll Ende November die Einweihung gefeiert werden. Ein großes Ereignis wirft seine Schatten voraus. In acht Containern verpackt, hat Umzugsspezialist Wallukat von Leipzig nach Münster geschafft, was für die Organisation der Großveranstaltung der katholischen Laien im Jahr 2018 gebraucht wird: Computer, Drucker, Möbel – eine komplette Büroausstattung geht alle zwei Jahre auf Wanderschaft.

Das Glaubensfest wird vorbereitet

In der neuen Geschäftsstelle, die in den ehemaligen Räumen des Bistums eingezogen ist, sollen später fast 50 Mitarbeiter das Glaubensfest vorbereiten. „Wir ziehen eine komplette Verwaltung hier hoch“, erklärt Dr. Martin Stauch, Geschäftsführer des Katholikentag-Trägervereins. Sein erster Eindruck: „Wir sind sehr zufrieden, dass wir hier angekommen sind.“

In Stauchs Büro wartet das große Holzkreuz noch auf den besten Platz an der weißen Wand, es gibt überall viel zu tun. „Wir müssen Leipzig noch gänzlich abschließen und gleichzeitig Münster vorbereiten“, sagt der 51-Jährige, der am 1. Januar auch Geschäftsführer des die Katholikentage ausrichtenden Zentralkomitees der deutschen Katholiken wird. Eineinhalb Jahre dauere es nach einem Katholikentag, bis die Veranstaltung abgewickelt sei. Schließlich ist das Ganze jedes Mal ein millionenschweres Unterfangen.

100. Katholikentag: Zehntausende Christen feiern in Leipzig

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  • Gäste des Katholikentages nehmen am Nachtgebet und der Prozession auf dem Augustusplatz in Leipzig teil.

    Foto: Jan Woitas
  • Der 100. Deutsche Katholikentag findet vom 25. bis 29. Mai 2016 unter dem Leitspruch "Seht, da ist der Mensch" in Leipzig statt.

    Foto: Hendrik Schmidt
  • Teilnehmer eines Schlafsackgottesdienstes sitzen zum Katholikentag in der Peterskirche in Leipzig.

    Foto: Sebastian Willnow
  • Detlef Pollack (Religionssoziologe, l-r), Ahmet Cavuldak (Politikwissenschaftler), Ulrike Kostka (Direktorin Diözesancaritasverbände), Bundespräsident Joachim Gauck und Moderatorin Jacqueline Boysen diskutieren zum Thema "In welcher Gesellschaft leben wir" auf dem Katholikentag in Leipzig.

    Foto: Jan Woitas
  • Bundespräsident Joachim Gauck nimmt an einer Podiumsdiskussion zum Thema "In welcher Gesellschaft leben wir" auf dem Katholikentag in Leipzig teil.

    Foto: Jan Woitas
  • Tausende Besucher verfolgen die Eröffnung des 100. Katholikentages auf dem Marktplatz in Leipzig.

    Foto: Hendrik Schmidt
  • Papst Franziskus spricht in einer Videobotschaft zur Eröffnung des 100. Katholikentages auf dem Marktplatz in Leipzig

    Foto: Hendrik Schmidt
  • Christian Wulff, Bundespräsident a.D., spricht am 25.05.2016 während des Festaktes zum Katholikentag in Leipzig (Sachsen). Der 100. Deutsche Katholikentag findet vom 25. bis 29. Mai 2016 unter dem Leitspruch "Seht, da ist der Mensch" in Leipzig statt.

    Foto: Jan Woitas
  • Ein Monteur ist am 24.05.2016 auf dem Leuschner-Platz in Leipzig (Sachsen) mit dem Aufbau eines Veranstaltungspavillons beschäftigt, während im Hintergrund ein Plakat für den Katholikentag wirbt. Leipzig erwartet in den nächsten Tagen viele Besucher zum Katholikentag.

    Foto: Sebastian Willnow
  • Eine Nonne sitzt vor einem aufblasbaren Spielfeld vor Beginn des Katholikentages.

    Foto: Jan Woitas
  • Bischof Petro Kryk, Apostolischer Exarch der Apostolischen Exarchie für katholische Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland und Skandinavien, verfolgt den Festakt zum Katholikentag.

    Foto: Jan Woitas
  • Ausgeladen haben die Veranstalter die AfD. Das sorgt für Diskussionen. Der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, erklärte, vom Führungspersonal der Alternative für Deutschland kämen keine glaubhaften und guten Beiträge zu den Themen, die auf dem Katholikentag diskutiert werden sollen. Er hoffe aber gleichwohl, dass AfD-Anhänger bei den verschiedenen Podien im Publikum sitzen werden und sich zu Wort melden.

    Foto: Friso Gentsch
  • Veranstaltungspavillons stehen am 24.05.2016 auf dem Leuschner-Platz in Leipzig mit dem Turm der Probsteikirche (l.) und dem Neuen Rathaus im Hintergrund.

    Foto: Sebastian Willnow
  • Eine Bühne für den Katholikentag wird vor den historischen Handelshäusern am Markt aufgebaut.

    Foto: Jan Woitas
  • Das Leitwort für den 100. Deutschen Katholikentag präsentiert das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) bereits im vergangenen Jahr.

    Foto: Hendrik Schmidt
  • Passanten gehen an einem Infoturm für den Katholikentag in der Grimmaischen Straße in Leipzig vorbei.

    Foto: Jan Woitas
  • Zwei Frauen verpacken Programme vom Katholikentag in der Geschäftsstelle in Leipzig für den Postversand.

    Foto: Jan Woitas

Mit dem Ergebnis der damaligen Zuschuss-Debatte in Münsters Stadtrat kann Stauch mittlerweile leben. Nur Sachleistungen stellt die Stadt dem Katholikentag zur Verfügung, so die Entscheidung der Kommunalpolitik. Wie die aussehen, muss in den kommenden Monaten geklärt werden. Vieles, so lässt Stauch erkennen, wäre anders wohl einfacher. „Aber das sind Fragen, die man lösen muss.“ Die Entscheidung für Münster schmälert das aber nicht: „Münster ist immer eines der Top-drei-Bistümer, was die Beteiligung angeht.“ „Katholikentag-Kernland“, wie Stauch findet.

"Eine großartige Chance"

Medien-Mann Thomas Arzner führt durch die Flure mit nicht mehr neuem Linoleumboden, vorbei an zumeist noch leeren Büros und Besprechungszimmern, die „Angelmodde“ oder „Greven“ heißen. Im Erdgeschoss liegt deftiger Eintopf-Geruch in der Luft. Die Mensa kocht für die dort lebenden Studenten. Manchmal isst auch Pressesprecher Arzner hier.

Auf dem Flur strahlt Miriam Schmidt sichtbare Begeisterung aus. Die 30-Jährige hat in Münster Theologie studieret, seit Kurzem gehört sie zum Katholikentag-Team. Ihr Bereich: Fundraising und Sponsoring. „Eine großartige Chance so ein Event mitzuorganisieren.“

Sattelzüge voll Material

Uwe Röcher sitzt ein paar Zimmer weiter: Für ihn ist Münster bereits der sechste Katholikentag, zuvor war er bei sechs evangelischen Kirchentagen im Einsatz. Deshalb bereitet es ihm nicht allzu viel Sorgen, für bis zu 15 000 Teilnehmer im Mai 2018 Schlafmöglichkeiten zu organisieren. Der eingefleischte BVB-Fan ist guter Dinge, wie er sagt.

Das gilt auch für Umzugsspezialist Wallukat, obwohl noch ein großes Lager in Münster fehlt. Schließlich rollen weitere Sattelzüge hierher. „Jede Menge Material“, stellt er fest. Zwei Altäre gehören dazu, säckeweise Sand, Kerzen, Seile. . . Da ist Stefan Wallukat ganz froh, dass der private Umzug schon über die Bühne ist. Denn der 51-Jährige zieht mit jedem Katholikentag auch privat um. Jetzt ist er an der Wolbecker Straße heimisch – zumindest für die nächsten zwei Jahre.

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