SPD und DGB gegen Ausweitung der verkaufsoffenen Sonntage
Einsatz für Arbeit nach Tarif

Münster -

Der Ausgang des Bürgerbegehrens zum Verkaufsoffenen Sonntag und die Rentenreformpläne standen im Mittelpunkt des halbjährlichen Austauschtreffens der Vorstände der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Münster.

Freitag, 02.12.2016, 18:12 Uhr

Die Vorstände des SPD-Unterbezirks Münster und des DGB-Stadtverbands Münster um Ulrich Thoden (3.v.l.) und Peter Mai (r.) fanden zu ihrem Halbjahresgespräch zusammen. Ihre Antwort auf den grassierenden Populismus: Respekt und Solidarität.
Die Vorstände des SPD-Unterbezirks Münster und des DGB-Stadtverbands Münster um Ulrich Thoden (3.v.l.) und Peter Mai (r.) fanden zu ihrem Halbjahresgespräch zusammen. Ihre Antwort auf den grassierenden Populismus: Respekt und Solidarität.

Die SPD und der DGB begrüßen laut Pressemitteilung den Ausgang des Bürgerentscheids zum Verkaufsoffenen Sonntag. Ulrich Thoden, stellvertretender Vorsitzender der SPD Münster , äußerte sich dabei sehr zufrieden mit dem Ausgang der Wahlentscheidung: „Das Aus für die Verkaufsoffenen Sonntage in Münster ist eine gute Nachricht für viele tausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Münsteraner Einzelhandel.“

Die SPD Münster hatte die Initiative zur Abschaffung der Verkaufsoffenen Sonntage unterstützt.  Neben den erheblichen Wochenendarbeitszeiten im Einzelhandel müssten nun noch mehr die außertariflichen Beschäftigungsformen in den Fokus der politischen Beratungen genommen werden, heißt es. Es könne nicht sein, „dass immer noch so viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht nach Tarifen bezahlt werden. Hier muss dringend gehandelt werden“, so Ulrich Thoden.

Die geplante Reform des Rentensystems in Deutschland war ebenfalls Gegenstand der Beratungen. SPD und DGB begrüßten dabei die Kampagne „Rente muss reichen“ des DGB Bundesvorstands: „Für  SPD und DGB ist klar: Die Rente muss solidarisch und paritätisch Ausfinanziert werden. Dabei müssen versicherungsfremde Leistungen steuerfinanziert werden“, heißt es in der Pressemitteilung.

Dabei brauchten die Menschen die klare Perspektive, dass das Rentenniveau wieder auf 51 Prozent angehoben wird. „Nur so können wir sicherstellen, dass die Rente am Ende des Berufslebens auch ausreicht. Das ist fair und gerecht“, unterstreichen die Vorstände von SPD und DGB.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4473782?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F3814581%2F4848486%2F4848487%2F
Nachrichten-Ticker