Diakonie Münster
Jahresstatistik 2016: Hinter jeder Zahl ein Schicksal

Münster -

Die Diakonie Münster präsentiert ihren Jahresbericht 2016, der unter dem Leitgedanken „Diakonisches Handeln und soziales Gestalten am Standort Münster“ steht.

Dienstag, 31.01.2017, 22:01 Uhr

Präsentieren den Bericht 2016: (v.l.) Vorstand Ulrich Schülbe mit den Geschäftsführern Marion Kahn und Ulrich Watermeyer.
Präsentieren den Bericht 2016: (v.l.) Vorstand Ulrich Schülbe mit den Geschäftsführern Marion Kahn und Ulrich Watermeyer. Foto: ide

Über 1000 Mitarbeiter, Einrichtungen an 50 Standorten in und um Münster , Dienste im Drei-Schichten-Rhythmus, sieben Tage die Woche, 24 Stunden im Einsatz – das sind Eckdaten, wenn die Diakonie Münster über die Diakonie Münster spricht. Und mehr: 148.000 Hausbesuche bei 500 Patienten, 474 Plätze in vier Seniorenheimen, 1100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die Hilfe bekommen. Die Jahresstatistik 2016 macht deutlich, welches Spektrum die Diakonie abdeckt – mindestens ebenso wichtig aber ist den Verantwortlichen: Hinter jeder Zahl steckt ein Schicksal, ist echte Unterstützung gefragt.

Neue Herausforderungen und Veränderungen

Denn bei allen unternehmerischen Gesichtspunkten, die auch die Evangelische Kirche als Trägerin nicht aus dem Blickwinkel verlieren dürfe, steht bei den Verantwortlichen ein anderer Aspekt obenan: „Menschen in Notlagen helfen, das ist unser Selbstverständnis, unser Anspruch an unsere Arbeit“, formuliert es Ulrich Schülbe.

Der Vorstand der Diakonie Münster freut sich, dass er am Dienstag gemeinsam mit den Geschäftsführern Ulrich Watermeyer und Marion Kahn eine Jahresbilanz 2016 vorstellen kann, „die auf der einen Seite deutlich macht, dass unsere Arbeit von Kontinuität geprägt ist, sich auf der anderen Seite aber auch äußerst dynamisch den neuen Herausforderungen und Veränderungen in der Gesellschaft stellt“, blickt er auf die gesamte Palette von der ambulanten und der stationären Pflege über Wohn- und Tagesgruppen für Jugendliche, ambulante Hilfen der Erziehung sowie Beratungsangebote im Bereich Schwangerschaft, Erziehung, Paarberatung, Wohnungsnot, Sucht, Schulden und Gesundheit.

Man versuche immer, eine Lösung zu finden

Die Pflege zähle schon lange zum „Kerngeschäft“ der Diakonie, neue Bereiche sind zum Beispiel durch die Wohngemeinschaften Schulstraße dazu gekommen, erläutert Geschäftsführer Ulrich Watermeyer. In der Schulstraße haben sowohl Menschen mit Demenz als auch psychisch Kranke „eine neue Heimat gefunden“. Grund zur Sorge ist für ihn die Tatsache die wachsende Zahl der Nachfrage im Bereich häuslicher Pflege von Menschen, „die uns nicht als erstes anrufen, aber schon einige Absagen von Pflegediensten bekommen haben, weil es keine Kapazitäten gab“. Man versuche immer, eine Lösung zu finden.

Wohnungsnot

Das gilt auch für die Zielgruppe Kinder, Jugendliche und Familien. „Die Bedürfnisse und die inhaltlichen Schwerpunkte haben auch 2016 noch einmal einen Wandel erlebt“, richtet Geschäftsführerin Marion Kahn den Blick zum Beispiel auf die Angebote, die die Diakonie im Bereich der Flüchtlingsarbeit aufgebaut habe.

Darüber hinaus möchte sie aber auch das Augenmerk auf die soziale Not in Münster lenken: „Wohnungsnot trifft besonders die am Rande stehenden Menschen: Migranten, Flüchtlinge, Alleinerziehende, aber auch psychisch- oder suchtkranke Menschen.“ Deshalb seien Diakonie-Stellen wie Sozial- und Schuldnerberatung, Wohnhilfen und Existenzsicherung besonders gefragt.

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