Rezepte aus den Heimatländern von Flüchtlingen
Spezialitäten aus Eritrea und Syrien in der Mensa

Münster -

Ab jetzt steht Doro Wat regelmäßig auf dem Speiseplan der Mensa am Aasee. Denn dieses Currygericht aus Eritrea kam gut an: 1200 Speisen nach Rezepten von Flüchtlingen hatten Studierende im Dezember letzten Jahres, in der „Woche der Begegnungen“, probiert.

Dienstag, 07.02.2017, 11:02 Uhr

Erfolg fürs Team:  Über 1200 Speisen wurden in der Mensa am Aasee am Aktionsstand ausgegeben – mehr als üblich.
Erfolg fürs Team:  Über 1200 Speisen wurden in der Mensa am Aasee am Aktionsstand ausgegeben – mehr als üblich. Foto: FH Münster/Fachbereich Design

„Einige Gäste sind nur wegen der Aktion in die Mensa gekommen“, sagt Nina Lakeberg von „We one world“. Die Gruppe von Studierenden des Fachbereichs Design der FH Münster , die die Begegnungen zwischen Einheimischen und geflüchteten Menschen verbessern wollen, hatten die Idee zur Aktion „Ein Essen – viele Begegnungen“, berichtet die FH in einer Pressemitteilung.

„Und die hat es in zweierlei Hinsicht gegeben“, so Designstudentin Lakeberg, „die Begegnung mit Menschen verschiedener Kulturen und die kulinarische Begegnung mit Gerichten aus der Heimat von Geflüchteten“.

Kawa Eibesh, ein syrischer Flüchtling, hat die Projektgruppe „We one World“ unterstützt. „Es war schön, hier Gerichte von zu Hause essen zu können und zu sehen, dass sie auch den Münsteranern schmecken.“ Umso besser, dass nun syrische, afghanische und eritreische Gerichte der Aktionswoche in die Rezeptesammlung der Mensen in Münster übernommen werden. Peer Lüttecke vom Studierendenwerk Münster könne sich vorstellen, weiterhin mit „We one World“ zu kooperieren und die Aktion auf andere Mensen in Münster auszuweiten.

Übrigens: „We one World“ ist ständig auf der Suche nach neuen und traditionellen Rezepten aus Kulturen der ganzen Welt. Im Blog gibt es Rezepte und Geschichten, die von und mit Geflüchteten aufgeschrieben wurden. Die Sammlung kann jeder Blog-Besucher mit Rezepten erweitern.

Der Forschungsschwerpunkt „GUD - Gesellschaft und Digitales“ an der FH Münster unterstützt das Projekt „We one World“. GUD-Mitgründerin Prof. Tina Glückselig hatte im Rahmen des Forschungsschwerpunkts „Willkommenskultur“-Seminare initiiert.

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