Münster – Stadt der Zuflucht
Bündnis hat ein Ziel: „Münster – Stadt der Zuflucht“

Münster -

Ein neues Bündnis in Münster setzt sich für die zusätzliche Aufnahme von Geflüchteten aus den griechischen Camps ein.

Dienstag, 07.02.2017, 20:02 Uhr

Münster – Stadt der Zuflucht:  Das ist Ziel des neuen Bündnisses, das am Dienstag seine Pläne vorstellte.
Münster – Stadt der Zuflucht:  Das ist Ziel des neuen Bündnisses, das am Dienstag seine Pläne vorstellte. Foto: Oliver Werner

Münster hat viele Gesichter. „Lebenswert, weltoffen, Stadt des Friedens“ – allesamt Attribute und Auszeichnungen, die die Menschen vor Ort gern hören und mit Leben füllen. Ein neues Bündnis möchte noch einen neuen Akzent hinzufügen: „Münster – Stadt der Zuflucht“ ist das Ziel einer Bewegung, der sich mittlerweile 13 Vereinigungen, Gruppen und Verbände angeschlossen haben.

„Gemeinsam wollen wir dafür sorgen, dass Münster auch für einen Teil der in Griechenland gestrandeten Menschen eine Stadt der Zuflucht wird“, formulieren Julia Schulze Buxloh und Dr. Georgios Tsakalidis den Kernsatz der Überlegungen, denen es vor allem um eins geht: „Die Menschen aus den schlechten Lebensbedingungen der griechischen Lager zu holen, als Kommune direkt handeln und hier vor Ort die Möglichkeit schaffen, sie aufzunehmen und ihnen eine neue Heimat zu geben.“

Am Dienstagnachmittag sitzen Vertreter der Initiativen am Tisch, um die Pläne für Münster vorzustellen: Zurzeit läuft eine Unterschriftensammlung, die dann auch den Kommunalpolitikern klar machen soll, dass ihr Tun und Handeln gefragt ist, Mahnwachen sind geplant, ebenso eine öffentliche Präsentation des Bündnisses am 7. März in der Stadtbücherei, um das Projekt zu präsentieren und auch weitere Unterstützer zu gewinnen.

Amir El-Omari zum Beispiel ist mit anderen von „Cars of Hope Wuppertal“ im April vergangenen Jahres in Idomeni gewesen und hat die Zustände des Lagers vor Ort erlebt. Hilfsgüter und Kleiderspenden seien verteilt worden, erzählt er. Und gerade angesichts der eisigen Temperaturen in Griechenland und auch auf dem Balkan prangern die Aktiven an, „dass Griechenland mit der Versorgung der Menschen allein gelassen wird. Es gibt Kälteopfer, Menschen sterben mitten in Europa und die EU sieht zu.“

Auch andere Städte in Deutschland erleben gerade den Zusammenschluss von Menschen, die ihre Stadträte auffordern, den Menschen ein Zuflucht zu bieten. Osnabrück, Marburg, Mannheim, Heidelberg und Mainz zählen unter anderem dazu: „Wir werden uns vernetzen und zusammenarbeiten“, unterstreichen die Aktiven vor Ort.

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