Diskussion vor der Landtagswahl
Nord-Kandidaten stellen sich

Münster -

Die Initiative „Mach mit, Münster!“ hatte die Münsteraner eingeladen, sich im Bürgerhaus Kinderhaus selbst ein Bild zu machen von den Landtags-Kandidaten für den Wahlkreis Nord in Münster.

Dienstag, 21.03.2017, 21:03 Uhr

Auf dem Podium  (v.l.): Daniel Düngel (Piraten), Benjamin Körner (Linke), Thomas Marquardt (SPD), Josefine Paul (Grüne), der Moderator Marc Weßeling, Franz Pohlmann (ÖDP), Simone Wendland (CDU) und Sandra Wübken (FDP).
Auf dem Podium  (v.l.): Daniel Düngel (Piraten), Benjamin Körner (Linke), Thomas Marquardt (SPD), Josefine Paul (Grüne), der Moderator Marc Weßeling, Franz Pohlmann (ÖDP), Simone Wendland (CDU) und Sandra Wübken (FDP). Foto: Andreas Hasenkamp

Acht Kandidaten wollen rein in den Landtag, sieben saßen auf der Bühne: Daniel Düngel (Piraten), Benjamin Körner (Linke), Thomas Marquardt (SPD), Josefine Paul (Grüne), Franz Pohlmann (ÖDP), Simone Wendland ( CDU ) und Sandra Wübken (FDP).

Nicht auf der Bühne war der Kandidat Holger Lucius von der AfD . Der kam mit seinem Kreisvorsitzenden Helmut Birke zum Moderator Marc Weßeling: Die AfD hatte sich nicht angemeldet. Ob Lucius noch teilnehmen könne, fragte Birke. Der Moderator lehnet ab: Es sei alles vorbereitet.

Erste Runde: Knapp dürfen sich alle vorstellen. Körner sieht das Übel im Profit. Eine „gerechte Verteilung“ müsse her. „Bezahlbarer Wohnraum“ durch Genossenschaften und Wohnprojekte ist sein Ansatz. Wübken plädiert für mehr Freiheit bei verkaufsoffenen Sonntagen. Das Thema hat sie allein.

Fast auf einem Nenner sind die sieben bei der Reaktivierung der WLE – alle sind dafür bis auf Wübken, die wegen der Kosten „ein bisschen zweifelt“. Josefine Paul will dazu Velo-Routen, Benjamin Körner auch mehr Transport auf der Schiene.

Fast alle sind für mehr Polizei. „Polizei muss auf die Straße“, so der Pirat Düngel, Videoüberwachung sei sinnlos. CDU-Frau Wendland will sie nur gezielt („Kameras fangen keine Verbrecher“) einsetzen. Der Polizei erleichtere man die Arbeit, wenn man „Durchschlagpapier“ durch Digitales ersetze. Franz Pohlmann setzte auf Zivilcourage und aufmerksame Nachbarn.

Zweite Runde: Alle Teilnehmer hatten ein „Profil“ eingeschickt, nun kamen die Fragen. Eine der vorab von Bürgern eingereichten Fragen galt dem Erhalt der Realschule. Breit war das Spektrum der Positionen in der Schulpolitik, etwa zu G8 und G9 (Gymnasialzeit).

Solche Veranstaltungen vor Wahlen habe „Mach mit, Münster!“ schon früher veranstaltet, zum ersten Mal hier – es sei ein Experiment, so Weßeling. Es seien mehr junge Leute als sonst dagewesen. Man habe die Frage-Vordrucke auch an Schulen verteilt. der Rücklauf sei gut gewesen. Eine solche Veranstaltung vor der Bundestags-Wahl? Nach vielen Bitten entschlossen sich Heiko Philippski und Weßeling dazu. Der Termin ist noch offen.

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