Fachkräftebedarf ist Thema in vielen Betrieben
Fehlendes Personal bremst Wachstum aus

Münster -

Der Fachkräftebedarf brennt dem Handwerk auf den Nägeln – das zeigte der Personaltag der Handwerkskammer Münster, bei dem sich 220 Unternehmer und Führungskräfte aus rund 200 Handwerksbetrieben im Bildungszentrum (HBZ) der Kammer über Möglichkeiten der Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern informierten.

Donnerstag, 23.03.2017, 21:03 Uhr

Hans Hund, Präsident der Handwerkskammer Münster, begrüßte Prof. Dr. Olaf Arlinghaus (v.l.), Referenten aus Betrieben des Handwerks sowie zahlreiche Gäste.
Hans Hund, Präsident der Handwerkskammer Münster, begrüßte Prof. Dr. Olaf Arlinghaus (v.l.), Referenten aus Betrieben des Handwerks sowie zahlreiche Gäste. Foto: Joachim Busch

„Der Mangel an Fach- und Führungskräften gilt bei vielen Unternehmen als die größte Wachstumsbremse“, unterstrich Präsident Hans Hund . Hund betonte, dass die Ausbildung die Basis der Fachkräftegewinnung sei. Garant für das Funktionieren des Ausbildungssystems sei der Meisterbrief.

Professor Dr. Olaf Arlinghaus von der Fachhochschule Münster zeigte auf: „Handwerksunternehmen, die es auch heute schaffen, Mitarbeiter zu finden, an sich zu binden und für den Beruf zu begeistern, sind die ultimativen Gewinner der Zukunft!“ Voraussetzung für erfolgreiche Unternehmen sei die Bereitschaft zu einem permanenten Veränderungsmanagement. Der Wissenschaftler riet Handwerksbetrieben, im demografischen Wandel ihre Rekrutierung auf neue Arbeitnehmergruppen auszuweiten, etwa auf Migranten, Frauen, Behinderte und die Generation 50 plus. Zu Arlinghaus‘ Empfehlungen für einen gelungenen Brückenschlag zwischen den Generationen gehörten beispielsweise die Akzeptanz von Andersartigkeit, Verantwortung für gute Beziehungen, Aufmerksamkeit für Erwartungen und die Wertschätzung aller Mitarbeiter.

Unternehmen aus dem Kammerbezirk gaben den Gästen Praxistipps. Ralf Plogmann, Ausbilder bei Elektro Heikes in Münster , erklärte seine Erfolgsquote bei der Lehrlingsausbildung: „Entscheidend ist unser gesunder Menschenverstand in den persönlichen Vorstellungsgesprächen mit den Bewerbern. Bei Minderjährigen laden wir auch die Eltern ein.“ Metallbauunternehmer Ralf Miethe aus Lengerich sagte: „Mein Führungsstil ist geprägt vom Respekt und der Anerkennung der Arbeit meiner Beschäftigten.“ Elektroinstallateurmeister Jörg Ammann aus Telgte betonte: „Bei uns spielt eine gute Kommunikation eine sehr große Rolle.“

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