Speisen für Waisen
Schmausen für den guten Zweck

Münster -

Essen für einen guten Zweck. In der Fachhochschule ließen es sich die Gäste gut schmecken. Sie helfen syrischen Flüchtlingen damit.

Montag, 03.04.2017, 22:04 Uhr

Der Erlös des Buffets mit orientalischen Gerichten an der Fachhochschule kommt dem humanitären Projekt „Speisen für Waisen“ zugute .
Der Erlös des Buffets mit orientalischen Gerichten an der Fachhochschule kommt dem humanitären Projekt „Speisen für Waisen“ zugute . Foto: vdb

Babaghanoush, Muhalbbyia oder Namura – Die Speisen waren den meisten Gästen fremd. Doch spätestens nach dem Genuss war das Fremdeln mit den Gerichten endgültig abgelegt. Gleichzeitig profitierte bei der zweiten Auflage von „Speisen für Waisen “ in der Fachhochschule Münster am Samstagabend der gute Zweck.

Seit Beginn des Aktionszeitraums im Dezember fanden deutschlandweit etwa 1600 Veranstaltungen unter dem Motto „Speisen für Waisen“ statt. Die dabei gesammelten Spenden kommen einem Heim für syrische Flüchtlingswaisen im Libanon zugute. Nuri Köseli von der Hilfsorganisation Islamic Relief Deutschland, die das Spendenprojekt vor fünf Jahren initiierte und betreut, erklärte: „Es geht darum, das Leid der Flüchtlinge in das Bewusstsein zu rücken, aber bei den Essen auch Vorurteile abzubauen und Gemeinsamkeiten zu erfahren.“

Professor Joachim Gardemann hob ebenfalls hervor: „Es ist, kurz gesagt, Völkerverständigung übers Essen.“ Er setzte das Projekt nun zum zweiten Mal mit 14 Studierenden des Fachbereiches Oecotrophologie um. Die Gerichte stammten aus der Sammlung von Rezepten aus der arabischen Küche, die drei Studentinnen im letzten Jahr für Flüchtlingseinrichtungen erstellten. „Alles wurde von den Studenten in Eigeninitiative gemacht, dafür brauchte man sie gar nicht zu motivieren.“ Etwa 50 Besucher genossen das Buffet, spendeten und bekamen als Erinnerung eine Ausgabe der Rezeptsammlung.

Gardemann kam durch seine über 20-jährige humanitäre Hilfsarbeit für das Rote Kreuz in verschiedenen Ländern mit Islamic Relief in Kontakt. 2014 versorgte er selbst in einem Lager in Jordanien syrische Flüchtlinge. Zuletzt leitete er über ein Jahr die medizinische Versorgung in der Flüchtlingsunterkunft in der Wartburgschule. Passend zum Spendenzweck sprach er in einem Vortrag über die Situation syrischer Flüchtlinge in den Nachbarstaaten Syriens.

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