Benno Fritzen erklärt die Probleme
Warten auf die Katastrophen: Wenn das „Schweigen der Ämter“ droht

Münster -

Fällt der Strom aus, droht im wahrsten Sinne des Wortes das „Schweigen der Ämter“. Diesen prägnanten Titel hat Benno Fritzen, gerade pensionierter Chef der Feuerwehr Münster, für seine Eröffnung der Fachtagung Krifa am 3. Mai (Mittwoch) in der Halle Münsterland gewählt.

Freitag, 07.04.2017, 20:04 Uhr

Hier fließt kein Strom: Für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben kann das zu großen Schwierigkeiten führen. Lösungen gibt es auf der Fachtagung Krifa.
Hier fließt kein Strom: Für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben kann das zu großen Schwierigkeiten führen. Lösungen gibt es auf der Fachtagung Krifa. Foto: Creative Commons

Auch der Vortrag selbst wird seinen Zuhörern sicherlich in Erinnerung bleiben, heißt es in einer Pressemitteilung der Halle Münsterland . Sehr deutlich bringt Fritzen darin die vielfältigen Risiken auf den Punkt, mit denen sich Behörden und Rettungskräfte in Zukunft konfrontiert sehen, wenn sie bei einem Großschadensereignis miteinander kommunizieren wollen, heißt es. Ausgerechnet der technische Fortschritt habe nämlich seine Tücken. Der Wechsel auf Internettelefonie wirft für Behörden und Hilfsorganisationen beispielsweise die Frage auf, wie sie bei einem lokalen Stromausfall handlungsfähig bleiben.

Was sich durch die All-IP-Umstellung ändert, erklärt ein Team der Telekom , das auch Lösungen vorstellt, die das „Schweigen der Ämter“ verhindern sollen. Für Angela Clemens-Mitschke ist es sinnvoll, auch Unternehmen wie die Telekom ins Boot zu holen: „Um viele kritische Infrastrukturen kümmern sich private Betreiber“, erklärt die Referatsleiterin im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn. Clemens-Mitschke moderiert die Fachtagung.

Benno Fritzen wird verabschiedet

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  • Szenen von der Verabschiedung von Feuerwehrchef Benno Fritzen.

    Foto: Günter Benning
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„Menschen zu retten oder zu versorgen, ist natürlich im Fall der Fälle die zentrale Aufgabe“, erklärt sie. „Doch das geht nicht ohne eine intakte kritische Infrastruktur.“ Diese kritische Infrastruktur – von der die Krifa ihren Namen ableitet – gelte es, besonders zu schützen. Behörden und Hilfsorganisationen müssen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein und bei einem Großschadensereignis neben den Kommunikationsnetzen beispielsweise auch die Versorgung mit Wasser und Strom aufrechterhalten.

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Weitere Schwerpunkte sind die Katastrophenschutz- und externe Notfallplanung sowie die „Evakuierung XXL“ ganzer Städte. Das Programm ist im Internet veröffentlicht. Hier sind auch Anmeldungen möglich. 

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