Von der Stadt versprochene Machbarkeitsstudien sind nicht fertig
Programm zum Schulausbau stockt

Münster -

Das aktuelle Gerangel um die Schulplätze für Erstklässler im Kreuzviertel hat erneut gezeigt: In vielen Schulen Münsters ist es eng, das weiß auch die Verwaltung. In einem ehrgeizigen Programm hat sie im vergangenen Jahr vom Rat einen Erweiterungsplan für 26 Schulen beschließen lassen. Bis zum Frühsommer dieses Jahres sollten alle dafür notwendigen Machbarkeitsstudien vorliegen, um die Maßnahmen in eine Rangfolge zu stellen und konkret beginnen zu können. Doch wie sich jetzt zeigt, wird das Paket der Studien zu diesem Zeitpunkt nicht fertig.

Samstag, 22.04.2017, 13:04 Uhr

Die Mosaikschule in Gievenbeck ist eine der Grundschulen , die im Erweiterungsprogramm genannt werden. Die Machbarkeitsstudien als Grundlage für einen Ausbau sind nicht fertig geworden.
Die Mosaikschule in Gievenbeck ist eine der Grundschulen , die im Erweiterungsprogramm genannt werden. Die Machbarkeitsstudien als Grundlage für einen Ausbau sind nicht fertig geworden. Foto: kbö

Das bestätigt der städtische Schuldezernent Thomas Paal , und er deutet an, dass die Verwaltung nun womöglich dem Rat ein anderes Verfahren vorschlagen will. Immerhin, „einige der Studien können vor der Sommerpause diskutiert werden“, versichert Paal. Dabei werde es um Schulen gehen, in denen der Erweiterungsbedarf offenkundig besonders dringend sei.

„Es ist davon auszugehen, dass die Ergebnisse aller Machbarkeitsstudien erst im Frühjahr/ Sommer 2017 vorliegen werden“, hieß es in der im Juni 2016 verabschiedeten Vorlage. Die im Schulamt für die Durchführung der Studien eigens geschaffenen 3,5 Stellen konnten laut Paal erst mit großer Verspätung besetzt werden. Die Mitarbeiter sollen in den Schulen den Erweiterungsbedarf konkret sondieren und planen, damit, wie es im Ratsbeschluss heißt, „unter Abwägung der wirtschaftlichen Aspekte, zeitlicher Prioritäten sowie pädagogischer Notwendigkeiten“ eine Projekt-Priorisierung vorgenommen werden kann.

Die Verwaltung sieht den Ausbaubedarf nun vielerorts nicht mehr so dringend, wie er sich noch im vergangenen Jahr darstellte. Wegen der zurückgehenden Flüchtlingszahlen, auch wegen der Verzögerung bei der Entwicklung von Baugebieten, sei der Druck geringer als befürchtet, deutet Paal an.

Anstelle der seinerzeit versprochenen kompletten Liste der Machbarkeitsstudien wird es im Frühsommer eine weitere Vorlage der Verwaltung zum weiteren Vorgehen geben. 

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