Lions-Club Münster-Westphalia feierte Goldjubiläum
Dienen als Selbstverständnis

Münster -

In 50 Jahren hat der Lions-Club Münster-Westphalia rund eine Million Euro Spenden gesammelt oder durch die eigenen Mitglieder zur Verfügung gestellt. Bedürftige Familien und Einzelpersonen wurden mit dem Geld unterstützt: Vereine, karitative Stiftungen und soziale Projekte in der Stadt und teils auch Entwicklungshilfe in afrikanischen Ländern.

Dienstag, 09.05.2017, 22:05 Uhr

Feierten mit Mitgliedern und Gästen (v.l.): Ulrich Bothe, Stefan Luersen, Weihbischof Christoph Hegge und Oberbürgermeister Markus Lewe. Hegge sprach in einem Festvortrag über Integration und das christliche Menschenbild.
Feierten mit Mitgliedern und Gästen (v.l.): Ulrich Bothe, Stefan Luersen, Weihbischof Christoph Hegge und Oberbürgermeister Markus Lewe. Hegge sprach in einem Festvortrag über Integration und das christliche Menschenbild. Foto: klm

Jetzt feiert der Club das 50-jährige Bestehen. Im Rathausfestsaal wurde bei einer Feierstunde auf die „Activities“, wie die Lions ihre Unterstützungsprojekte nennen, geblickt. Der Leitgedanke der Lions sei der Ausspruch „we serve“ („wir dienen“). Das gehört auch für die Lions Münster-Westphalia zum „ Selbstverständnis “, sagte Clubpräsident Ulrich Bothe . Er nannte Zahlen: Mit rund 1,4 Millionen Menschen weltweit, die den Lions angehören, sei man „die mitgliederstärkste Vereinigung ihrer Art“, sagte er. Allein in Deutschland seien rund 52 000 Personen in 1562 Clubs zusammengeschlossen, um sich mit freiwilligem Engagement einzubringen.

Anerkennung sprach der Lions Distrikt-Governor, Stefan Lüersen, dem Club aus: „Sie haben sich in den letzten 50 Jahren in beeindruckender Weise für die Unterstützung Bedürftiger engagiert.“ Die Lions seien heute „in über 200 Ländern der Welt als Organisation vertreten“. Er erinnerte an die Anfangszeit: Am 6. Juni 1966 hatte sich Münster-Westphalia gegründet und am 15. April 1967 wurde die Mitgliedschaft bei Lions International bestätigt.

Oberbürgermeister Markus Lewe wertete das soziale Engagement des Clubs als einen „wichtigen Baustein auch für die Weiterentwicklung unserer Stadt“. Denn „ohne das dienende Element“ könne „ein Gemeinwesen nicht funktionieren“. In Münster lebe „das Besondere der Stadt“ darin, „dass bürgerschaftliches Engagement wahrgenommen wird“.

In diesem Jahr will der Club 50 000 Euro spenden, speziell für die Stiftung „Mitmachkinder“. Dabei können 50 Mädchen und Jungen aus Familien, die sich wirtschaftlich besondere Förderungen ihrer Kinder kaum oder gar nicht leisten können, ein Jahr an einer Musikschule in Münster ein Instrument lernen. Zum anderen bekommt die Stadt zwei Trinkbrunnen für die Öffentlichkeit. Einer davon wurde unlängst am Aasee eingeweiht.

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